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Wintereinbruch in NRW: Winterdienst im Dauereinsatz

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Der erste Wintereinbruch in Nordrhein-Westfalen hat den Winterdienst von Straßen.NRW zu seinem ersten Dauereinsatz in diesem Jahr geführt. Die 56 Straßenmeistereien sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Straßen und Radwege von Schnee und Eis zu befreien. Bisher verliefen die Einsätze reibungslos, ohne größere Unfälle oder Straßensperrungen.

Je nach Lage mussten landesweit 15 bis 45 Zentimeter dicke Schneedecken von den Straßen geräumt werden. NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer hat sich am frühen Morgen in der Straßenmeisterei Weilerswist über die Einsatzlage informiert.

Minister Krischer sagte, dass die Regionalniederlassungen am Morgen keine nennenswerten Verkehrsstörungen meldeten. Während es am Niederrhein nur vereinzelt zu leichten Schneefällen kam und die Straßenmeistereien dort normalen Einsatzbetrieb fahren konnten, hatten die Einsatzkräfte im Bergischen Land, Sauerland, in Südwestfalen und in der Eifel mehr zu tun. Dort fielen in den Höhenlagen bis zu 45 Zentimeter und in den Tieflagen bis zu 15 Zentimeter Schnee. Die Fahrbahnen wurden jedoch geräumt und mehrfach abgestreut.

Alle Straßen sind befahrbar, und ein Großteil der Radwege wird im Laufe des Tages geräumt werden. Es gab nur kleinere Unfälle mit Blechschäden oder querstehenden Lkw, wobei oft die fehlende Winterausstattung das Problem war. Viele Bürgerinnen und Bürger sind offenbar zu Hause geblieben, was den Empfehlungen des Deutschen Wetterdienstes entspricht.

Es kam gelegentlich zu Problemen an Steigungsstücken mit Lkw, wie im oberbergischen Waldbröhl oder in Winterberg, wo bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fielen. Die Regionalniederlassungen im Sauerland meldeten jedoch insgesamt einen normalen Wintertag – mit 35 Fahrzeugen und 75 Mitarbeitenden im Winterdiensteinsatz, um 1200 Straßenkilometer frei zu halten. Im Berufsverkehr gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Gut geräumte Hauptverkehrsachsen sind nicht nur für die Bevölkerung auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch für Rettungsdienste auf den Wegen zu ihren Einsätzen, ungemein wichtig. Der Winterdienst von Straßen.NRW ist seit dem 1. November bis Ende März im Einsatz. Unabhängig der aktuellen Wetterlage sind die Salzlager gefüllt, und die Winterdienstfahrzeuge mit Schneepflügen sowie Streumaschinen für Salz und Sole ausgerüstet. Rund 1.200 Straßenwärterinnen und Straßenwärter werden den Winterdienst auf den weit über 14.000 Kilometern Bundes- und Landesstraßen sowie auf Radwegen meistern. Mitarbeitende aus landesweit 56 Straßenmeistereien sind im Schichtbetrieb unterwegs.

Meistereileiter Jürgen Esser erklärte vor Ort in Weilerswist dem Minister, wie ein Winterdienstfahrzeug beladen wird, wie viel Streumaterial in ein Fahrzeug passt (5,5 bis 6 Tonnen Salz), und wie Kameras am Fahrzeug die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Der Minister fuhr anschließend mit Straßen.NRW Mitarbeiterin Jasmin Bauerfeind eine Runde im Streuwagen mit. Minister Krischer sagte, dass er beeindruckt sei von der Fahrzeugbeherrschung, mit der dort der vollbeladene Winterdienst-Lkw durch Straßenverengungen und Kreisverkehre gesteuert wird. Er betonte die Bedeutung der Arbeit der Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bei extremen Witterungsbedingungen im 24-Stunden-Dauereinsatz auf den Straßen von NRW.

Straßen, die für den überörtlichen Verkehr wichtig sind, werden im Normalfall von 6 bis 22 Uhr geräumt und gestreut. Stark frequentierte Straßen und besondere Gefahrenpunkte werden prioritär geräumt. In den 128 Streuguthallen von Straßen.NRW lagern durchschnittlich 80.000 Streusalz. Weitere 20.000 Tonnen Streusalz-Reserven befinden sich in einem Zentrallager, das – bei Bedarf – weitere Streugutmengen zeitnah in alle Ecken des Landes liefern kann. Beim Streuen setzt Straßen.NRW angefeuchtetes Streusalz ein, das sich zu 70 Prozent aus Trockensalz und zu 30 Prozent aus Salzlösung zusammensetzt.

Um die Einsätze zu planen, nutzt Straßen.NRW die Wettervorhersagen und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. Straßenwettervorhersagen für klimatische Regionen in NRW werden erstellt, basierend auf Daten von rund 270 Straßenwetterstationen. Die jährlichen Einsatztage variieren je nach Region zwischen 40 und 70.

Eine Garantie oder ein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen gibt es nicht. Im Bundesfernstraßengesetz heißt es dazu: „Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften […] die Bundesfernstraßen bei Schnee und Eisglätte räumen und streuen.“ Der beste Winterdienst kann jedoch keine „sommerlichen“ Straßenverhältnisse schaffen. Straßen.NRW versucht, Straßen und Wege für alle Verkehrsteilnehmenden sicher befahrbar zu machen. Trotz intensivem Einsatz kann es im Winter jederzeit rutschig und gefährlich werden, da Räum- und Streufahrzeuge nicht überall gleichzeitig sein können. Daher werden Bundes- und Landesstraßen vorrangig geräumt, um Rettungsfahrzeugen ein sicheres Durchkommen zu ermöglichen.

Basierend auf einer Pressemitteilung von Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 18.01.2024

Written by Laura

WDR Aktionstag

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