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Demokratie in jungen Jahren

© Gerhard Seybert stock.adobe.com

In den kommenden zwei Jahren sollen neue Beteiligungsformate zur Stärkung der Demokratiekompetenz von Schülerinnen und Schülern geschaffen werden. Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen startet gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) ein neues Programm mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler besser am Schulleben zu beteiligen und ihnen Demokratiekompetenz zu vermitteln.

Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller betonte, dass es nicht nur darum gehe, die Vorstellungen der Schülerschaft kennenzulernen, sondern auch um die Vermittlung von Demokratiekompetenz. Das Land möchte die demokratischen Kompetenzen der jungen Menschen stärken und beginnt damit in den Schulen. Die Schülerinnen und Schüler sollen früh lernen, ihre eigenen Interessen zu vertreten und andere Meinungen zu respektieren. Das neue Programm soll dazu beitragen, diese Fähigkeiten gezielt zu fördern. Dabei liegt der Fokus darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Wege gehen können. Die Beteiligung erfolgt auf Basis der Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), die sich seit 30 Jahren für die Beteiligung junger Menschen einsetzt, wird auf ihren Erfahrungen aufbauen. Das neue Programm zielt darauf ab, junge Menschen in die Gestaltung ihres Lebens- und Lernortes Schule einzubeziehen und ihnen wichtige Erfahrungen für ein gemeinsames demokratisches Miteinander zu ermöglichen.

Eckpunkte des Beteiligungsprozesses zur Stärkung der Demokratiekompetenz:

  • Im Zeitraum von 2024 bis 2026 soll ein umfangreicher Beteiligungsprozess zur Stärkung der Demokratiekompetenz an bis zu 250 Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden.
  • Das Programm richtet sich zunächst an Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Jahrgangsstufe von allgemeinbildenden Schulen aller Schulformen in Nordrhein-Westfalen.
  • Ein modulares Konzept bietet unterschiedliche Bausteine, um Schülerinnen und Schüler individuell nach ihren Bedürfnissen und Kapazitäten an dem Prozess zu beteiligen.

Die nächsten Schritte:

  • In den kommenden Wochen werden wichtige Akteure des Schullebens und der Jugendbeteiligung eingebunden, wie etwa die Landesschülervertretung und der Landesjugendring.
  • Ab März 2024 werden alle Schulen der Sek I durch Mailings, eine digitale Informationsveranstaltung und eine Website über das Vorhaben informiert und zur Teilnahme eingeladen.
  • Nach den Osterferien können sich interessierte Schulen online für eine Teilnahme bewerben.
  • Nach den Sommerferien haben dann Schülerinnen und Schüler an bis zu 250 Schulen die Möglichkeit, mit Unterstützung durch die DKJS über einen längeren Zeitraum die eigene Schule zu erkunden und Ideen für Veränderungen zu entwickeln. Die DKJS bietet dazu begleitende Beratungen für Lehrerinnen und Lehrer und weitere pädagogische Fachkräfte der Schulen an.
  • Darauf aufbauend erhalten in einem weiteren Schritt Schülerinnen und Schüler an bis zu 25 Schulen die Möglichkeit, vertiefende Angebote des Programms zu nutzen. Dazu gehören unter anderem Workshops und Barcamp-Formate. Alle Angebote bauen auf den Interessen und Themen der Schülerinnen und Schüler auf. Die an dieser Vertiefungsphase beteiligten Schulen können bis zu 1.000 Euro zur Umsetzung von Beteiligungsprojekten beantragen. Begleitende pädagogische Fachkräfte an den Schulen erhalten parallel Fachimpulse und Möglichkeiten zum Austausch.
  • Als Höhepunkt des Beteiligungsprozesses und als Ausdruck der Wertschätzung ist im Jahr 2026 ein Jugendkongress im nordrhein-westfälischen Landtag geplant. Dazu werden etwa 200 Schülerinnen und Schüler eingeladen, ihre Ideen vorzustellen, mit anderen Schülerinnen und Schülern zu diskutieren und die erarbeiteten Ideen weiterzuentwickeln.
  • Die Ergebnisse fließen in weitere Dialogformate auf

Basierend auf einer Pressemitteilung von Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 17.01.2024

Written by Laura

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