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Digitalisierung der NRW Schulen – das ist die Strategie

Digitalisierung an einer Schule
© Christian Schwier / stock.adobe.com

Der digitale Wandel beeinflusst unseren Alltag. Wir durchlaufen einen Transformationsprozess und viele Dinge ändern sich. Die Digitalisierung ändert unsere Art zu arbeiten, zu kommunizieren – und zu lernen. Die NRW Landesregierung verfolgt mit der Initiative NRW 4.0 das Ziel, in den Schulen, aber auch in allen anderen Lebensbereichen und in der Wirtschaft, die Chancen des digitalen Wandels optimal zu nutzen.

Dabei geht es darum, die Digitalisierung so zu gestalten, dass Menschen daran gesellschaftlich teilhaben und ökonomisch davon profitieren. Ein entscheidender Schlüssel hierfür ist die Bildung. Wie erfolgreich der digitale Wandel in NRW ist, hängt stark davon ab, dass die Talente der Menschen und die Potenziale gefördert werden. Das bedeutet, dass auch beim Thema Bildung die Digitalisierung umfassend verstanden werden muss.

Digitalstrategie Schule NRW – was ist der DigitalPakt Schule?

Die in unserem Alltag benötigten digitalen Kompetenzen sollen in NRW in den Schulen und Berufsschulen vermittelt werden. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Schulen eine bessere Ausstattung benötigen. Bund und Länder wollen dieses Ziel mit dem DigitalPakt Schule erreichen. Schulen finden Unterstützung für Investitionen in ihre digitale Bildungsinfrastruktur. Das Ziel ist, dass die digitale Bildungsinfrastruktur flächendeckend aufgebaut wird.

Hierfür hat der Bund im Jahr 2019 für Investitionen 5 Milliarden € zur Verfügung gestellt. Auf NRW entfallen insgesamt 1,37 Milliarden € und somit über 21 %. Durch pädagogische Konzepte, Umgestaltung der Lehrerausbildung und Weiterbildung sowie durch eine Anpassung von Lehrplänen soll dieses Ziel erreicht werden. Die bloße Anschaffung von Laptops und White Boards ist natürlich kein Garant dafür, dass eine ansprechende pädagogische Qualität gewährleistet ist.

Eine gute Bildung entsteht durch entsprechende pädagogische Konzepte. Daher gilt beim DigitalPakt Schule, dass die Lehrenden entsprechend gefördert und qualifiziert werden müssen. Gefordert ist ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept. Außerdem sind Investitionen in pädagogische Konzepte, digitale Bildungsinfrastrukturen und eine gezielte Förderung der Lehrkräfte erforderlich. Bis 2025 wird das Land NRW für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien 2 Milliarden € investieren.

Hierfür wurde eine Strategie entwickelt, die einen guten Überblick über den Zusammenhang mit der Digitalisierung des Unterrichts und der Schulen und über die erforderlichen Maßnahmen gibt. Sie dient als Orientierung und als Fundus, um für die Schul- und Unterrichtsentwicklung entsprechende Prozesse zu finden. Zudem beschreibt die Digitalstrategie Schule NRW, welche Mittel und Maßnahmen getroffen werden müssen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Hierfür wurde ein Konzept entwickelt, welches sämtliche Bereiche einer Schule mit einbezieht, angefangen von der Pädagogik über die Qualifizierung der Lehrkräfte bis hin zur Ausstattung der Schule.

Strategie 1: Schulen zeitgemäß gestalten

Um die Weiterentwicklung der vitalen Welt in den Schulen zu unterstützen, müssen die didaktischen und pädagogischen Chancen im Mittelpunkt stehen. Digitale Medien verändern die Art und Weise, wie an den Schulen in NRW unterrichtet und gelernt wird grundlegend. Gleichzeitig bereichern sie die Gestaltung von schulischen Lern- und Lehrprozesse zeitgemäß und ermöglichen den Erwerb von Wissen. Dies geschieht durch selbstgesteuertes und vernetztes Lernen sowie durch die Teilhabe und Förderung an kommunikativen Arbeitsformen.

Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Maßnahmen im Rahmen der Entwicklung des Unterrichts getroffen. Schüler sollen digital bei der Erlernung von digitalen Schlüsselkompetenzen unterstützt werden. Hierfür sollen Medienberater zum Einsatz kommen, die die Entwicklung der digitalen Lernumgebung und der Schul-IT unterstützen. Gleichzeitig soll die Informatische Bildung gestärkt werden.

Strategie 2: Fortbildung und Unterstützung der Lehrkräfte

Die zweite Handlungsstrategie befasst sich mit dem Thema Qualifizierung der Lehrer und Unterstützung derselben. Hierzu wurden Leitideen formuliert, die dazu beitragen sollen, dass eine moderne- und Weiterbildung der Lehrkräfte geschieht. Dabei werden konkrete Maßnahmen benannt, die phasenübergreifend sind. Gefördert werden die Lehrer in Nordrhein-Westfalen in den relevanten Feldern:

  • Schule entwickeln
  • beraten
  • erziehen
  • Unterricht
  • Lernen und Leisten fördern

Um dies zu erreichen, werden neue und digital unterstützte Professionalisierungsmaßnahmen fortlaufend auf- und ausgebaut. So wird zum Beispiel das Lehren und Lernen mit digitalen Medien ein prüfungsrelevanter Bestandteil der Ausbildung im Vorbereitungsdienst und dadurch verpflichtend. Gleichzeitig werden ergänzend zu digitalen Themen zielgruppenspezifische Fortbildungen organisiert.

Strategie 3: Ausbau der digitalen Infrastruktur

Die digitale Infrastruktur und der Zugang zu den digitalen Medien durch die Schüler wird in der dritten Handlungsstrategie thematisiert. Dabei handelt es sich um eine digitale Strategie, die den schulischen Bildungsbereich betrifft. Mit ihr sollen dauerhaft digitale Infrastrukturen geschaffen werden. Hierfür benötigen Schulen eine gut ausgebaute IT-Infrastruktur. Dementsprechend muss die Ausstattung mit digitalen Geräten inklusive des Supports erfolgen. Aus diesem Grund stellt dieses Handlungsfeld auch die Grundlage für die zukunftsfähige und zeitgemäße digitale Ausstattung der Schulen in NRW als Zentrum für die praktische Ausbildung der Lehrer des Landes.

Der Bund nimmt in diesem Zusammenhang die Schulträger in die Mitverantwortung. Sie müssen ihren spezifischen Beitrag dazu leisten, den Ausbau voranzubringen und durch strukturgebende Maßnahmen den Zugang zu der digitalen Bildung ermöglichen. Zu diesen Maßnahmen gehört die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten, die mit Mitteln aus dem DigitalPakt Schule finanziert werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist auch der Anschluss der Schule an ein schnelles Internet. Für die Schulen werden kostenlose digitale Anwendungen bereitgestellt wie beispielsweise:

  • Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS
  • Schulplattform LOGINEO NRW
  • LOGINEO NRW Messenger mit integrierter Videokonferenzoption

Bis 2025 stellt die Digitalstrategie Schule NRW den Rahmen, in dem die Digitalisierung weiter vorangetrieben wird. Dadurch sollen den Schülern neue Chancen eröffnet werden. Die hierfür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind eine gute Grundlage, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern die Schulen zukunftsfähig zu gestalten.

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