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Telekom und ver.di erreichen bahnbrechende Einigung über neuen Tarifvertrag

Tarifvertrag
@Zerbor / stock.adobe.com

In der Tarifrunde bei der Deutschen Telekom haben sich das Unternehmen und die Gewerkschaft ver.di nach einer vierten Verhandlungsrunde auf ein Tarifergebnis verständigt. Betroffen sind rund 68.000 Tarifbeschäftigte sowie Nachwuchskräfte. Die Vereinbarung sieht höhere monatliche Zahlungen, einen verlängerten Kündigungsschutz und einen Bonus für ver.di-Mitglieder vor. Endgültig in Kraft tritt der Abschluss allerdings erst nach Zustimmung der zuständigen ver.di-Gremien.

Mehr Geld in zwei Stufen

Kern des Abschlusses ist die Erhöhung des zusätzlichen monatlichen Entgeltbestandteils. Für Vollzeitbeschäftigte steigt das sogenannte Zusätzliche Monatsentgelt zum 1. August 2026 dauerhaft um 150 Euro. Zum 1. Juli 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 140 Euro.

Anders als eine Einmalzahlung wirkt sich diese Komponente dauerhaft auf das Einkommen aus. Die monatlichen Zuschläge werden fortlaufend gezahlt und erhöhen damit das Jahreseinkommen nachhaltig. Wie stark einzelne Beschäftigte profitieren, hängt unter anderem von Arbeitszeitmodell, Entgeltgruppe und tariflicher Eingruppierung ab.

Kündigungsschutz wird verlängert

Neben den finanziellen Verbesserungen umfasst die Einigung auch Regelungen zur Beschäftigungssicherung. Nach Angaben der Tarifparteien soll der bestehende Kündigungsschutz verlängert werden. Solche Vereinbarungen haben insbesondere in Zeiten von Digitalisierung, Automatisierung und organisatorischen Veränderungen hohe Bedeutung für die Beschäftigten.

Die genauen Regelungen ergeben sich erst aus dem endgültigen Tariftext. Grundsätzlich soll der Abschluss jedoch nicht nur Einkommensverbesserungen bringen, sondern auch zusätzliche Planungssicherheit schaffen.

Mitgliederbonus sorgt für Aufmerksamkeit

Teil des Tarifergebnisses ist außerdem ein Bonus für ver.di-Mitglieder. Solche tariflichen Differenzierungsregelungen gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung, da Gewerkschaften damit die Mitgliedschaft attraktiver machen wollen.

Wie hoch der Bonus ausfällt und welche Voraussetzungen für den Anspruch gelten, soll mit den detaillierten Tarifunterlagen veröffentlicht werden. Das Thema gilt tarifpolitisch als sensibel, weil es Unterschiede zwischen Gewerkschaftsmitgliedern und Nichtmitgliedern schafft.

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Warum die Einigung erst in der vierten Runde gelang

Dem Abschluss waren mehrere Wochen intensiver Verhandlungen vorausgegangen. Ver.di hatte die bisherigen Angebote wiederholt als unzureichend kritisiert und bundesweit Warnstreiks organisiert. Erst in der vierten Verhandlungsrunde gelang es beiden Seiten, einen Kompromiss zu erzielen.

Im Mittelpunkt standen nicht nur Entgeltfragen, sondern auch Themen wie Arbeitsbelastung, Beschäftigungssicherheit und die Auswirkungen des technologischen Wandels auf den Konzern. Die Telekom steht weiterhin vor großen Investitionen in Netzausbau, Digitalisierung und IT-Infrastruktur. Gleichzeitig fordern Beschäftigte einen Ausgleich für gestiegene Lebenshaltungskosten und eine verlässliche Perspektive für die kommenden Jahre.

Kompromiss zwischen Kostenkontrolle und Kaufkraft

Die nun vereinbarte Staffelung über mehrere Jahre folgt einem bekannten Muster großer Tarifabschlüsse. Für das Unternehmen werden die Mehrkosten zeitlich verteilt, während Beschäftigte schrittweise von höheren Zahlungen profitieren.

Ob das Ergebnis in der Belegschaft auf breite Zustimmung stößt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die tariflichen Verbesserungen fallen deutlich aus, zugleich bleibt abzuwarten, wie die einzelnen Bestandteile in der Praxis wirken.

Tarifeinigung noch nicht endgültig

Wichtig ist der Unterschied zwischen einer Tarifeinigung und einem rechtskräftigen Tarifvertrag. Das jetzt erzielte Ergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen ver.di-Gremien.

Erst nach Abschluss der internen Beschlussverfahren wird aus dem Verhandlungsergebnis ein verbindlicher Tarifabschluss. Solche Zustimmungsverfahren sind bei großen Tarifrunden üblich und dienen der formalen Bestätigung des ausgehandelten Kompromisses.

Wie es jetzt weitergeht

In den kommenden Tagen werden Telekom und ver.di voraussichtlich weitere Details veröffentlichen. Üblicherweise folgen Erläuterungen zu einzelnen Tarifbestandteilen, Rechenbeispiele für verschiedene Entgeltgruppen sowie Informationen zur praktischen Umsetzung.

Für viele Beschäftigte wird vor allem entscheidend sein, wie sich die zusätzlichen monatlichen Zahlungen konkret auf das Jahreseinkommen auswirken und welche Regelungen für Teilzeitkräfte, Auszubildende und einzelne Konzerngesellschaften gelten.

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Für die Telekom bedeutet die Einigung vor allem Planungssicherheit. Mit einem erfolgreichen Abschluss dürften weitere Arbeitskampfmaßnahmen vorerst vom Tisch sein.

Fazit

Die Deutsche Telekom und ver.di haben sich auf einen Tarifabschluss verständigt, der höhere monatliche Entgeltzahlungen, einen verlängerten Kündigungsschutz und einen Mitgliederbonus vorsieht. Die Erhöhung des zusätzlichen Monatsentgelts erfolgt in zwei Stufen ab August 2026 und Juli 2027. Obwohl die wichtigsten Eckpunkte feststehen, ist die Vereinbarung noch nicht endgültig wirksam. Die Zustimmung der zuständigen ver.di-Gremien steht weiterhin aus.

Quellen

https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/deutsche-telekom-und-ver-di-erzielen-tarifeinigung-1105358

https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen

https://ca.marketscreener.com/news/telekom-reaches-agreement-with-verdi-on-new-collective-bargaining-deal-ce7f5ddbd98ef124

Written by Julia

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