Die Steam Machine ist zurück auf dem Radar – nicht wegen eines neuen Trailers oder eines Datums, sondern wegen Zahlen. In den letzten 48 Stunden haben mehrere Berichte ein Händler-Listing aus Tschechien aufgegriffen, in dem angebliche Preise nicht offen auf der Produktseite standen, sondern erst beim Blick in den Quellcode sichtbar wurden.
Offiziell bleibt Valve weiterhin still: Weder Verkaufspreise noch ein konkreter Starttermin wurden bestätigt. Genau dadurch bekommen solche Funde zusätzliche Wucht, auch wenn es sich ausdrücklich um ein Gerücht handelt.
Was im Quellcode aufgetaucht sein soll
Im Mittelpunkt steht der tschechische Händler Smarty.cz. Laut den aktuellen Meldungen wurden dort im Seitenquelltext zwei Preiszeilen entdeckt, die zwei Varianten der Steam Machine nahelegen. Genannt werden 19.826 CZK für ein Modell mit 512 GB sowie 22.305 CZK für die größere Ausführung.
Umgerechnet (Stand 10.01.2026) entspricht das in Euro ungefähr 816,22 Euro für 512 GB und 918,28 Euro für die größere Variante. Genau diese Umrechnung hat die Diskussion im deutschsprachigen Raum befeuert, weil damit bereits vor Steuern Summen im oberen Premium-Segment erreicht werden.
Parallel kursieren Dollar-Umrechnungen in ähnlicher Größenordnung: In mehreren englischsprachigen Beiträgen ist von rund 950 US-Dollar für 512 GB und etwa 1.070 US-Dollar für das größere Modell die Rede.
Warum aus 816 Euro schnell „rund 1.000 Euro“ werden
Ein wesentlicher Punkt ist die Steuerfrage. Bei Preisen, die als Nettoangaben verstanden werden, käme in Deutschland die Mehrwertsteuer hinzu. Auf Basis der genannten Umrechnung läge das 512-GB-Modell dann grob bei knapp 972 Euro, das größere Modell bei rund 1.093 Euro. Genau deshalb taucht in vielen Schlagzeilen die Schwelle von 1.000 Euro auf.
Dazu kommt die Händlerperspektive: Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass Retailer eigene Aufschläge einrechnen. Tom’s Guide verweist auf eine angenommene Marge von etwa 17 Prozent, die die im Quellcode gefundenen Zahlen nach unten verschieben könnte, wenn Valve selbst günstiger ansetzt.
Tom’s Hardware argumentiert ähnlich, dort wird aus dem Vergleich von Steam-Deck-Preisen beim Händler gegenüber Valves Direktverkauf eine grobe Händler-Marge von rund 15 Prozent abgeleitet. In dieser Lesart würden hypothetische US-Preise eher im Bereich von etwa 826 US-Dollar (512 GB) und rund 930 US-Dollar (größere Variante) liegen – wohlgemerkt als Überschlagsrechnung, nicht als Bestätigung.
Ein zweiter Händler, aber weiterhin keine Bestätigung
Der Leak steht nicht ganz allein im Raum. Neben Smarty wird auch Alza genannt, einer der größeren Händler in Tschechien. Laut Wccftech und Tom’s Hardware sollen dort ähnliche Preisstrukturen ebenfalls im Code aufgetaucht sein, was den Fund zumindest plausibler wirken lässt.
Trotzdem bleibt die zentrale Unsicherheit: Eintragungen im Quellcode können Platzhalter sein, interne Richtwerte oder Schätzungen des Shops. Auch deutschsprachige Berichte betonen, dass ohne offizielle Angaben von Valve keine sichere Ableitung möglich ist.
2 TB oder 1 TB: Warum sich die Berichte widersprechen
Interessant ist eine weitere Abweichung, die in den jüngsten Artikeln auffällt. Mehrere Quellen sprechen bei der größeren Steam-Machine-Variante von 2 TB Speicher.
Tom’s Hardware nennt dagegen in seinem Text eine 1-TB-Version als Gegenstück zum 512-GB-Modell, bei ansonsten ähnlicher Preislogik und gleichem Ursprung (Smarty/Alza und Quellcode). Das kann ein redaktioneller Fehler sein, es kann aber auch bedeuten, dass die Produktzeilen nicht sauber interpretiert wurden oder sich hinter dem zweiten SKU-Eintrag noch Änderungen verbergen. Solange Valve keine Modellpalette veröffentlicht, bleibt diese Differenz ein Warnsignal, die Zahlen nicht als fertig festgezurrt zu behandeln.
Einordnung: Valve will offenbar keine „klassische Konsole“ subventionieren
In der Preisdebatte taucht immer wieder ein Satz auf: Die Steam Machine soll eher wie ein kompakter Gaming-PC kalkuliert werden als wie eine Konsole, die über Spielverkäufe querfinanziert wird. Wccftech zitiert dazu Valve-Engineer Pierre-Loup Griffais sinngemäß mit der Aussage, dass keine Subventionierung geplant sei und man sich am PC-Markt orientiere.
Wenn diese Linie stimmt, wirken hohe Einstiegspreise weniger überraschend. Gleichzeitig verweisen mehrere aktuelle Artikel auf steigende Kosten bei Speicher und Halbleitern als zusätzlichen Preistreiber, der viele Hardware-Sparten betrifft.
Fazit
Die neuen Preisgerüchte zur Steam Machine speisen sich aus einem konkreten Fund: Zahlen im Quellcode tschechischer Händlerseiten, die auf zwei Speicher-Varianten und ein Premium-Preisniveau hindeuten. Rechnet man Steuern und typische Händleraufschläge mit ein, entsteht eine Spanne, die schnell in Richtung 1.000 Euro und darüber kippt – zumindest in den derzeit kursierenden Szenarien.
Letztlich bleibt es ein Leak mit Fragezeichen: Platzhalter sind möglich, die Modellangaben widersprechen sich teils (1 TB versus 2 TB), und Valve hat weiterhin nichts bestätigt. Klar ist nur, warum das Thema gerade trendet: Ein einziges Zahlenpaar reicht, um die Erwartungen an Valves Wohnzimmer-PC neu zu sortieren.
Quellen:
www.tomsguide.com/gaming/steam-machine-pricing-may-have-just-leaked-by-retailer-and-its-not-cheap
tomshardware.com/video-games/console-gaming/steam-machine-pricing-soars-past-ps5-pro-and-xbox-series-x-in-new-retailer-listing-1tb-sku-shatters-usd1-000-barrier
wccftech.com/steam-machine-price-leak-valve/amp/ – Wccftech (09.01.2026): Steam Machine Price May Have Just Leaked…
notebookcheck.net/Steam-Machine-price-leak-disappoints-gamers-but-uncertainty-over-release-date-continues.1200723.0.html – NotebookCheck (09.01.2026): Steam Machine price leak disappoints gamers…


