Das Mehrgenerationenhaus – früher eine Selbstverständlichkeit, heute eher die Ausnahme. Und doch lässt sich ein Trend dahingehend erkennen, dass das Leben mit mehreren Generationen unter einem Dach wieder an Beliebtheit gewinnt. Kein Wunder, schließlich bietet diese Lebensform viele Vorteile. Die Jüngeren können von den Älteren lernen, im Gegenzug erhalten Letztere stets die Unterstützung und Sicherheit, die gebraucht wird.
Apropos Sicherheit: Die Sicherheit sowohl gegen Haushaltsunfälle als auch gegen unerwünschte Besucher stellt in einem Mehrgenerationenhaus eine besondere Herausforderung dar, schließlich gehen hier in der Regel täglich viele Menschen ein und aus. Mit unseren Tipps lässt sich die Sicherheit jedoch auf ein Maximum erhöhen.
Deshalb ist die Kindersicherheit besonders wichtig
Über 250.000 Kinder verunglücken jährlich im heimischen Haushalt. Im Kinderzimmer kommt es am häufigsten zu Unfällen, weitere gefährliche Orte sind Küche und Treppenhaus. Der Großteil der Unfälle sind Stürze, außerdem Zusammenstöße und Schnittverletzungen. Weniger häufig, aber besonders gefährlich, sind Verbrennungen, Verbrühungen und Vergiftungen.
Hier einige Tipps, um die Kindersicherheit im Haushalt zu verbessern:
- Kleine Kinder nie alleine ohne Aufsicht lassen, z. B. auf dem Wickeltisch oder in der Küche.
- Moderne Sicherheitseinrichtungen wie Treppengitter und Kindersicherungen für die Steckdose nutzen
- Dem Kind immer wieder erklären, welche Gegenstände gefährlich sind. Tätigkeiten wie Schneiden oder Kerzen anzünden mit dem Kind seinem Alter und seiner Geschicklichkeit entsprechend einüben.
- Spielzeug und Kindermöbel mit TÜV- bzw. CE-Zeichen entsprechen einem hohen Sicherheitsstandard.
- Dem Kind so früh wie möglich das Schwimmen beibringen.
- Im Notfall gilt: 112 anrufen! Dem Kind sollte man so früh wie möglich zeigen, wie es diese Nummer erreichen kann.
Sicherheit gegen ungebetene Gäste
Natürlich ist die Verbrechensbekämpfung Sache des Staates – doch Vorbeugung geht jeden etwas an! Diese beginnt mit nachbarschaftlicher Hilfe, z. B. wenn das im Urlaub leerstehende Haus nicht durch einen übervollen Briefkasten oder durch ständig geschlossene Rollläden auffällig werden soll. Hier einige weitere Tipps:
- Anwesenheit vortäuschen macht es Einbrechern schwer. Die Erfahrung zeigt: Sind die Kriminellen nicht in 5 Minuten am Ziel, geben die meisten von ihnen auf.
- Fenster und Türen sichern: Auch wenn Alarmanlagen das Nonplusultra sind, kann man mit einfachen Fenster- und Türsicherungen schon viel erreichen.
- Wertsachen sichern: Ein ins Haus eingebauter Safe und/oder gute Verstecke für die eigenen Wertsachen schützen sie vor Langfingern. Besonders hochwertige Dinge sollten in einem Banksafe oder Schließfach gelagert werden.
- Und schließlich: Die beste Alarmanlage ist ein Hund! Idealerweise sollte bereits ein Schild am Eingang bzw. Gartenzaun auf den vierbeinigen Bewohner und seine Wachsamkeit hinweisen – sofern es kein Yorkshire-Terrier oder Chihuahua ist!
Sicherheit für Senioren
Auch für die Sicherheit von Senioren in Mehrgenerationenhäusern kann einiges getan werden. Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- Oft bewohnen ältere Menschen auch in Mehrgenerationenhäusern eigene Wohnungen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen Seniorenalarm anzuschaffen, damit in einer Notsituation sofort Hilfe geholt werden kann.
- So erklären die Profis vom Schlüsseldienst Meerbusch dazu: „Es gibt im Handel spezielle Schließzylinder, die sich auch dann von außen öffnen lassen, wenn innen ein Schlüssel steckt. So kann in Not geratenen Senioren schnell geholfen werden.“
- Treppen- und Badewannenlifte, Handläufe, Duschhocker etc. helfen älteren Menschen, die nicht mehr gut stehen oder laufen können. Idealerweise sollten alle Räume seniorengerecht ausgestattet werden, u. a. mit griffigen Bodenbelägen und ohne Stolperfallen zwischen den Räumen.
- Extra große Symbole und Beschriftungen auf Haushalts- und Elektrogeräten sorgen dafür, dass Senioren diese leichter bedienen können und nicht aus Versehen angeschaltet lassen.
- Smart-Home-Systeme können Senioren das Leben in vielen Bereichen deutlich erleichtern.
Zu guter Letzt der wichtigste Tipp: Die größte Sicherheit für Senioren ergibt sich, wenn sie aktiv in das Familienleben eingebunden werden. So bleiben ältere Menschen oft bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit. In einem Mehrgenerationenhaus sind die Voraussetzungen dafür ideal.


