Insbesondere jüngere Menschen suchen gerne nach neuen Erfahrungen und Abenteuern. Eine Solo-Reise bietet sich hierfür perfekt an, weil man sie nach den eigenen Wünschen gestalten kann. Rücksprachen und Kompromisse sind nämlich nicht notwendig. Das hat bereits bei der Reiseplanung zahlreiche Vorteile. Doch es gibt auch einige Herausforderungen bei einer Solo-Reise zu meistern – dieser Artikel gibt praktische Tipps zur Vorbereitung.
Passende Reiseziele und Unterkünfte wählen
Einige Reiseziele eignen sich für Solo-Reisen besser als andere. Wichtige Aspekte sind hier allen voran die Sicherheit, die Infrastruktur und natürlich auch der Preis. Deshalb gilt Südostasien oft als eine ideale Anlaufstelle, Skandinavien kann aber ebenfalls mit vielen Vorzügen punkten. Australien und Neuseeland sind weitere empfehlenswerte Ziele.
Bei den Unterkünften gibt es einen Kompromiss zu machen: Im Hostel finden junge Solo-Reisende schnell Anschluss und können neue Kontakte knüpfen, es gibt aber Abstriche bei der Privatsphäre. Hotels bieten mehr Komfort zum höheren Preis, Kontakte sind dann aber nur noch schwer zu knüpfen. Reisende müssen also die Vor- und Nachteile abwägen.
Alle wichtigen Reisedokumente in der Cloud verwahren
Wer eine Solo-Reise antreten möchte, sollte sich auf die schlimmsten Situationen vorbereiten. Hierzu gehört beispielsweise der Verlust von wichtigen Reisedokumenten oder der Geldbörse. Die komplette Reise kann dann sogar in Gefahr sein. Deswegen ist einer der ersten Schritte, alle wichtigen Dokumente als PDFs oder Fotokopien in der Cloud zu verwahren.
Hierzu gehört die ganze Reiseplanung samt Buchungen sowie Reisepass, Visa-Dokumente und weitere Nachweise (wie zum Beispiel zu notwendigen Impfungen). Der Vorteil beim Abspeichern in der Cloud: Wenn das Handy verloren gehen sollte, bleiben die Dokumente über ein anderes Gerät erreichbar. Ein zusätzliches Cloud-Backup ist also immer von Vorteil.
Mehrere Alternativen zur Finanzierung einplanen
Ein weiteres gängiges Szenario: Die einzige Bank- oder Kreditkarte geht verloren oder wird aufgrund eines Betrugsverdachts gesperrt. Weitere Zahlungen und Abhebungen sind dann erst einmal nicht möglich. Deshalb sollten Solo-Reisende unbedingt ein Backup bereithalten. Eine weitere Giro- oder Kreditkarte kann in diesem Fall die Rettung sein.
Man sollte sie idealerweise an einem anderen Ort aufbewahren und nicht alle Karten gemeinsam in der Geldbörse mitführen. So hat man im Falle eines Verlusts oder Diebstahls weiterhin eine Alternative zur Hand. Solo-Reisende können ebenfalls etwas Bargeld zurücklegen oder sich über Dienste wie Western Union Geld schicken lassen.
Notfallkontakte digital und analog bereithalten
Kritische Situationen und Unfälle sind insbesondere bei Abenteuerreisen niemals gänzlich auszuschließen. Wer einen Unfall hat, benötigt unbedingt einen Notfallkontakt. Das können Familie oder Freunde sein, die dann informiert werden und bei Bedarf die richtigen Entscheidungen treffen. Messenger-Apps sollten hier aber nicht die einzige Option sein.
Wie kann man nämlich einen Kontakt erreichen, wenn das Handy verloren geht? Heute kennt praktisch niemand mehr eine einzige Nummer auswendig. Ein analoges Backup ist also speziell für Solo-Reisende eine wichtige Voraussetzung. Ein kleiner Zettel mit allen wichtigen Kontakten und Nummern kann im Notfall den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Die eigene digitale Sicherheit stärken
Viele Gefahren für Reisende betreffen heute vor allem die digitale Sicherheit. So erlauben viele öffentliche WLANs an Flughäfen und in Hotels das Abgreifen von Daten. Zudem werden Viren und Schadsoftware über Websites oder als getarnte Reise-Apps verbreitet. Deshalb lautet eine beliebte Frage im Internet: Wie kann ich mein iPhone auf Viren prüfen?
Erste Anzeichen können etwa eine ungewöhnliche Datennutzung, Leistungsprobleme oder geringe Akkulaufzeit sein. Das kann natürlich auch Android-Geräte betreffen. Wer sich vor Viren schützen möchte, sollte nur Apps von seriösen Quellen beziehen. Ein modernes VPN mit eingebautem Anti-Schadsoftware-Schutz sorgt ebenfalls für zusätzliche Sicherheit und kann darüber hinaus alle Übertragungen im öffentlichen WLAN schützen.
Konnektivität mit Datenpaket absichern
Viele Solo-Reisende zieht es in abgelegene Regionen von Lateinamerika, Afrika oder Asien. Doch genau hier kann die Konnektivität ein Problem darstellen. Selbst teurere Hotels verfügen nämlich nicht immer über ein stabiles WLAN, sodass die mobile Datenverbindung als einzige Option übrig bleibt. Aber Vorsicht: Es können hohe Roaming-Gebühren drohen.
Die meisten Netzbetreiber bieten zwar für diesen Fall Roaming-Pakete an, diese sind jedoch nicht immer wirklich günstig. Wer über ein neues Handy mit eSIM-Funktion verfügt, hat deutlich bessere Alternativen. So bietet eine Reise-eSIM große Datenpakete zum kleinen Preis, um mit Familie und Freunden auch ohne WLAN in Kontakt bleiben zu können.
Fazit: Mit einer guten Vorbereitung gibt es bei der ersten Solo-Reise nichts mehr zu befürchten
Solo-Reisen können die perfekte Option für abenteuerlustige Menschen sein, doch eine gute Vorbereitung ist hierbei besonders wichtig. Man sollte vorab alle wichtigen Unterlagen zusätzlich in der Cloud verwahren, eine Alternative zur Giro- oder Kreditkarte einplanen und wichtige Nummern aller Notfallkontakte auf einem Zettel aufschreiben.
So sind Reisende perfekt auf alle Notfälle vorbereitet, wenn Handy oder Geldbörse verloren gehen oder es einen Unfall geben sollte. Glücklicherweise verlaufen die meisten Solo-Reisen aber ohnehin wie geplant – es gibt also kaum etwas zu befürchten.


