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Die beliebtesten Reiseziele der Westfalen – heute: Korfu

Wunderschöner Strand auf Korfu
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Schaut man sich die Reisegewohnheiten und somit die Lieblingsreiseziele der Bewohner NRWs einmal etwas genauer an, so belegt Griechenland seit Jahrzehnten stets einen der vorderen Plätze. Insbesondere die griechischen Inseln haben es den Westfalen angetan, zum Beispiel Korfu. Und dafür gibt es gute Gründe!

Korfu: Vielseitig, lässig, schön!

Die Insel Korfu wird aufgrund ihrer üppigen, ursprünglichen Vegetation auch die „Grüne Insel“ genannt. Sie ist die zweitgrößte der Ionischen Inseln und liegt im nördlichen Teil des Ionischen Meeres kurz vor der albanischen Küste. Die Inselhauptstadt nennt sich ebenfalls Korfu, bzw. in der Landessprache Kerkyra.

Als Ferieninsel ist Korfu sowohl bei Pauschaltouristen als auch für individuelle Urlaubstouren sehr beliebt. In der Hauptreisesaison wird der internationale Flughafen Korfus von zahlreichen deutschen Flughäfen aus direkt angeflogen. Ebenfalls möglich ist die Anreise mit einer Fähre vom Festland Italiens aus. Der größte Hafen befindet sich etwa acht Kilometer von der Hauptstadt Korfu entfernt und wird regelmäßig von Fähren sowie Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffen angelaufen.

Ursprünglich war die Insel Korfu ein Teil des griechischen Festlandes, bis sie vor etwa 9.000 Jahren durch das Ansteigen des Meeresspiegels von diesem getrennt wurde. Im achten Jahrhundert v. Chr. wurde die Insel zum ersten Mal besiedelt und begann sich fortan aufgrund ihrer exponierten Lage in der Straße von Otranto zu einem Haupt-Stützpunkt der Flotte Griechenlands zu entwickeln.

Zwischenzeitlich entbrannten immer wieder blutige Schlachten zwischen den Bewohnern Korfus und denen des griechischen Festlandes. Die Unabhängigkeit der Insel war wiederholt bedroht, da sie als strategisch wichtiger Ort des Öfteren von Abenteurern und Piraten überfallen wurde. Zeitweise wurde Korfu als Ausgangsbasis der Piraten für die Raubzüge gegen römische Handelsschiffe benutzt.

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Lakones - Korfu
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Später prägten dann die Kriege mit den Türken die Entwicklung der Insel. Ende des 16. Jahrhunderts gelang es den Türken, die Insel zu erobern und die Inselhauptstadt zu besetzen. Erst im Jahre 1716 konnte die Besetzung aufgehoben werden und die Insel gelangte in den Besitz der Republik Venedig. Danach folgten Zeiten, in denen Korfu abwechselnd zu Frankreich und Russland gehörte. Die wechselhafte Geschichte ging weiter, und erst 1864 wurde Korfu zu einem Teil Griechenlands, welches es heute, nach kurzen Zwischenfällen im Ersten und Zweiten Weltkrieg, immer noch ist.

Seit 1982 verwaltet sich Korfu selbst, davor befand sich die Verwaltung auf dem griechischen Festland. Es gibt fast 600 Kirchen auf der Insel, dazu einige Klöster. Die Bevölkerung besteht zum allergrößten Teil aus Anhängern der griechisch-orthodoxen Religion. Der Schutzpatron der Insel ist der Heilige Spyridon, dessen Gebeine in der Aios Spyridonas – einer nach ihm benannten Kirche in der Inselhauptstadt Korfu – aufbewahrt werden. Es finden jedes Jahr mehrere Prozessionen zu Ehren dieses Schutzpatrons statt.

In den Sechzigerjahren begann sich der Massentourismus auf der Insel zu etablieren, Touristen konnten erstmals günstige Linienflüge buchen, wodurch auch der „Otto-Normalverbraucher“ die Möglichkeit bekam, Urlaub auf Korfu zu machen. Der damit verbundene finanzielle Aufschwung bewirkte, dass der seit dem Zweiten Weltkrieg immer weiter fortschreitende Verfall Korfus aufgehalten werden konnte und bereits verfallene Bauten in ihrer ursprünglichen Pracht wieder neu aufgebaut wurden.

Heute zählt die Insel zu den wohlhabenden Regionen Griechenlands und bietet auch anspruchsvollen Touristen alles, was diese von einem modernen und weltoffenen Ferienziel erwarten. Korfu hat sowohl kulturell, als auch im Bereich Freizeit und Erholung einiges zu bieten. Die Hauptstadt Kerkyra beeindruckt mit ihrer Architektur im venezianischen Stil. In der Altstadt finden sich malerische Gassen, die zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Bars und Cafés beherbergen. Sehenswert ist ebenfalls das Rathaus, ein großer Renaissancebau, der früher als Theater genutzt wurde.

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Einen Besuch wert ist auch die „Neue Festung“, welche im 16. Jahrhundert auf einem Hügel vor der Stadt errichtet wurde. Während der türkischen Belagerung war sie der einzige Ort, der lange Zeit den Eroberungsversuchen standhielt.

Weitere lohnenswerte Ausflugsziele auf der Insel sind das „Sissi Schloss“, in der Landessprache „Archilleon“ genannt, das Kloster Pontikonissi auf der sogenannten Mäuseinsel, das Kloster von Paleokastritsa sowie das älteste Dorf der Insel namens „Palaia Peritheia“.

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