Wäre es nicht ein Traum: Fenster, die sich quasi völlig von selbst reinigen? Kein mühsames Wischen mehr unter körperlichen Anstrengungen, keine lästigen Streifen, kein Geschmiere. Die gute Nachricht ist, dass sich dieser Traum inzwischen für jeden Verbraucher erfüllen kann – mit einem Fensterputzroboter! Doch sind die modernen Geräte wirklich so gut, wie die Hersteller versprechen? Wir klären auf.
Was sind Fensterputzroboter
Automatische Fensterputzgeräte, genannt Fensterputzroboter, sind kompakte und relativ leichte Maschinen, die optisch an Massagegeräte erinnern. Sie benötigen hinsichtlich der Lagerung kaum Platz, sind in wenigen Minuten einsatzbereit und reinigen die Fenster nach dem Aufsetzen völlig selbstständig. Dazu benötigt der Fensterputzroboter je nach Modell etwa zehn Minuten für eine zwei Quadratmeter große Scheibe. Damit ist er nicht ganz so schnell wie ein routinierter Fensterputzer, übernimmt zugleich aber zuverlässig die lästige Putzarbeit.
Eine lohnenswerte Alternative zu Lappen und Abzieher ist der Fensterputzroboter überall dort, wo regelmäßig viele oder besonders große Fenster zu putzen sind oder die Fenster durch Straßennähe, kleine Kinder oder Haustiere stärker als gewohnt verschmutzen. Da die Roboter mit Unterdruck arbeiten, sind sie zudem für den Gebrauch auf Glasflächen jeder Stärke geeignet und werden ebenfalls erfolgreich für doppelte Scheiben, Isolierglas sowie für alle flachen Glasflächen eingesetzt.
So funktioniert es
Der Fensterputzroboter arbeitet mit Strom und ist zusätzlich mit einem Akku ausgestattet, der das Gerät bei einem Stromausfall vor einem möglichen Absturz bewahrt. Als zusätzliche Sicherung dient bei vielen Modellen eine Sicherheitsleine.
Um den Fensterputzroboter in Gang zu setzen, wird er einfach auf die Scheibe aufgesetzt und eingeschaltet. Mittels Unterdruck saugt sich das Gerät fest und bewegt sich nun über rutschfeste Kunststoff- oder Gummiketten fort. Dabei bewegt sich der Roboter zunächst in eine Ecke des Fensters und folgt anschließend einer vorgegebenen Bahn, über die jede Stelle des Fensters erfasst wird. Einige Geräte sind zusätzlich mit einem Sensor ausgestattet, um gerahmte ebenso wie ungerahmte Kanten und weitere Hindernisse selbstständig zu erkennen.
Zur Reinigung verfügen die gängigen Fensterputzroboter über Mikrofaserpads, die eine ebenso gründliche Reinigung wie handelsübliche Mikrofasertücher erzielen. Dabei bearbeiten die vorderen, in Reinigungsmittel getränkten Pads den Schmutz, die hinteren dienen zur Nachsäuberung. Verbleibende Reinigungsrückstände werden anschließend mithilfe einer Gummilippe ähnlich wie mit einem Abzieher entfernt. Nach dem Gebrauch können die Mikrofaserpads ausgewaschen und erneut verwendet werden.
Wo kann ich einen Fensterputzroboter kaufen?
Ebenso wie man inzwischen Fenster online kaufen kann, gibt es auch ein Sortiment verschiedener Fensterputzroboter im Internet. Die Preisspanne reicht von rund 50 Euro bis hin zu mehreren hundert Euro.
Lohnt es sich, ein teures Gerät zu kaufen? Kurz und knapp: In den meisten Fällen ja. Günstige Geräte von Billigplattformen aus Fernost, die derzeit das Netz überschwemmen, halten in der Regel nicht das, was in den vollmundigen Angeboten versprochen wird. Sie verfügen meist nur über eine schwache Reinigungsleistung, hinterlassen oft mehr Schlieren, als dass sie das Fenster wirklich reinigen. Die Akkulaufzeiten sind kurz, der Ärger bei vielen Käufern hingegen groß. Hochwertige Geräte von etablierten Markenherstellern dagegen sind sorgfältig entwickelt, lange haltbar und bieten eine gute Reinigungsleistung. Die Mehrinvestition lohnt sich hier wirklich.
Ausblick auf die Zukunft
Der Fensterputzroboter zählt zu den jüngeren Neuheiten im Bereich Haushaltselektronik, die Auswahl der erhältlichen Modelle ist daher noch recht überschaubar. Zu den aktuell führenden Modellen zählen insbesondere die sensorgesteuerten Geräte, welche mit mehreren Mikrofaserpads arbeiten und somit das Fenster besonders gründlich reinigen. Etliche Modelle sind mittlerweile in zweiter oder dritter Generation bzw. in verbesserten Ausführungen erhältlich, die im Vergleich zu den Vorgängermodellen beispielsweise über verbesserte Magnet- und Verbindungseinstellungen verfügt.
Wer sich für einen Fensterputzroboter interessiert, der sollte auf Unterschiede insbesondere in der Lautstärke, aber auch in Gewicht und Reinigungsgeschwindigkeit der einzelnen Geräte achten. Es gibt mittlerweile auch Geräte, die das jeweilige Fenster in voreinstellbaren Abständen reinigen, z. B. jeden zweiten oder dritten Tag.


