Die Midea PortaSplit hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer der gefragtesten mobilen Klimaanlagen Europas entwickelt. Besonders während längerer Hitzeperioden trifft das Gerät einen Nerv: Es verspricht die Kühlleistung einer klassischen Split-Klimaanlage, kommt jedoch ohne dauerhaft montiertes Außengerät und ohne umfangreiche Eingriffe in die Bausubstanz aus. Genau diese Mischung aus Leistung und flexibler Nutzung hat allerdings dazu geführt, dass die PortaSplit bei vielen Händlern kaum noch erhältlich ist.
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Nun zeichnet sich umfangreicher Nachschub ab. Midea soll die Produktion deutlich erhöht und bereits zahlreiche Container auf den Weg nach Europa gebracht haben. Im Raum steht eine Gesamtmenge von rund 200.000 PortaSplit-Geräten für den europäischen Markt. Die Angaben stammen allerdings überwiegend vom Hersteller, genauer gesagt aus einem chinesischen Medienbericht, und wurden bislang nicht durch unabhängige Liefer- oder Zolldaten bestätigt.
Midea reagiert auf die außergewöhnlich hohe Nachfrage
Die Nachfrage nach mobilen Klimaanlagen ist in mehreren europäischen Ländern stark gestiegen. Hohe Temperaturen, aufgeheizte Wohnungen und der vergleichsweise geringe Bestand fest installierter Klimageräte sorgen dafür, dass mobile Lösungen vielerorts innerhalb weniger Tage ausverkauft sind. Bei der Midea PortaSplit kommt hinzu, dass sie sich technisch deutlich von einfachen Monoblock-Klimageräten unterscheidet.
Wie laut heise.de (https://www.heise.de/news/Nachschub-Angeblich-200-000-Portasplit-Klimaanlagen-auf-dem-Weg-nach-Europa-11365176.html) berichtet wird, produziert Midea derzeit unter hohem Zeitdruck. Der heise.de-Beitrag verweist auf ein chinesisches Portal, das sich wiederum auf Angaben des Herstellers beruft. Demnach wurden bereits mehr als 50 Container in Richtung Europa verschickt. Die Formulierung „angeblich“ ist dabei wichtig, da die genannten Mengen nicht unabhängig überprüft wurden.
Was hinter der Zahl von 200.000 Geräten steckt
Die häufig genannte Zahl von 200.000 Klimaanlagen darf nicht automatisch so verstanden werden, dass sich bereits alle Geräte gleichzeitig auf Schiffen oder Güterzügen befinden. Nach den veröffentlichten Berichten rechnet Midea vielmehr mit einer Größenordnung von rund 200.000 PortaSplit-Geräten für den europäischen Markt im Jahr 2026.
Allein seit Juni sollen mehr als 160.000 zusätzliche Bestellungen für die PortaSplit-Serie eingegangen sein. Dabei handelt es sich offenbar um Bestellungen aus mehreren europäischen Ländern und nicht ausschließlich aus Deutschland. Die Gesamtmenge umfasst somit bereits ausgelieferte Geräte, laufende Bestellungen und Einheiten, die erst noch produziert oder verschickt werden müssen.
Damit bleibt zunächst offen, wie viele PortaSplit-Klimaanlagen tatsächlich in den kommenden Tagen in deutschen Lagern eintreffen. Zwischen dem Verlassen des chinesischen Werks und der Verfügbarkeit in einem europäischen Onlineshop liegen mehrere Schritte. Transport, Zollabwicklung, Verteilung auf regionale Lager sowie die Weiterleitung an einzelne Händler können zusätzliche Zeit beanspruchen.
Zusätzlicher Großauftrag für Frankreich
Neben den neuen PortaSplit-Bestellungen wird in verschiedenen Berichten ein kurzfristiger Auftrag über 30.000 mobile Klimageräte für Frankreich genannt. Dies haben wir nicht näher nachgeprüft. Von diesen Geräten sollen bereits etwa 20.000 Einheiten verschickt worden sein. Allerdings ist nicht eindeutig belegt, dass es sich bei allen 30.000 Geräten um das Modell PortaSplit handelt. Teilweise ist lediglich allgemein von mobilen Klimaanlagen die Rede.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Midea eine Vielzahl unterschiedlicher Klimageräte produziert. Neben mobilen Split-Systemen gehören dazu klassische Monoblock-Geräte und fest installierbare Klimaanlagen. Der französische Großauftrag und die europäischen PortaSplit-Bestellungen werden in manchen Berichten gemeinsam dargestellt, obwohl sie offenbar unterschiedlichen Produktgruppen und Produktionsstandorten zuzuordnen sind.
Die Produktion wurde kurzfristig deutlich erhöht
Um die zusätzlichen Bestellungen abarbeiten zu können, hat Midea nach eigenen Angaben die Fertigung angepasst. Besonders im Werk Wuhu soll eine bestehende Produktionslinie auf mobile Klimageräte umgestellt worden sein. Die tägliche Kapazität sei dadurch von rund 3.000 auf etwa 6.000 Geräte gestiegen.
Nach Abschluss der Materialvorbereitung sollen rund 20.000 Einheiten innerhalb von dreieinhalb Tagen gefertigt worden sein. Das entspricht einem außergewöhnlich hohen Produktionstempo. Für die Herstellung müssen laut den Berichten mehr als tausend unterschiedliche Bauteile koordiniert werden. Fehlende Komponenten seien teilweise per Flugzeug oder Hochgeschwindigkeitszug zu den Produktionsstätten gebracht worden, um Unterbrechungen zu verhindern.
PortaSplit-Geräte kommen aus einem anderen Werk
Die PortaSplit-Serie wird den vorliegenden Angaben zufolge im Midea-Werk Guangzhou Nansha gefertigt. Das Werk in Wuhu ist dagegen für einen Teil der sonstigen mobilen Klimaanlagen zuständig. Die verschiedenen Standorte erklären, weshalb Produktionszahlen und Liefermengen in den Meldungen nicht immer unmittelbar miteinander vergleichbar sind.
Die schnelle Umstellung einer Produktionslinie zeigt dennoch, wie stark der Hersteller auf den europäischen Nachfrageanstieg reagiert. Klimageräte werden normalerweise lange im Voraus produziert und entsprechend der erwarteten Sommersaison auf die jeweiligen Märkte verteilt. Eine plötzliche Hitzewelle kann diese Planungen jedoch innerhalb weniger Tage überholen.
Wenn gleichzeitig in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden zahlreiche Haushalte nach Klimageräten suchen, reichen die verfügbaren Lagerbestände häufig nicht aus. Hersteller müssen dann nicht nur mehr Geräte produzieren, sondern auch genügend Kompressoren, Wärmetauscher, Gehäuseteile, Steuerplatinen und Verbindungselemente beschaffen.
Warum die Midea PortaSplit so stark gefragt ist
Der Erfolg der PortaSplit hängt eng mit ihrem technischen Aufbau zusammen. Das Gerät besteht aus einer Innen- und einer Außeneinheit, die über eine flache und flexible Leitung miteinander verbunden sind. Die Wärme wird somit außerhalb des Raumes abgegeben. Gleichzeitig bleibt das System beweglich und muss nicht wie eine klassische Split-Klimaanlage dauerhaft an einer Hauswand montiert werden.
Die stärkere PortaSplit-Ausführung erreicht laut Midea eine Kühlleistung von 12.000 BTU beziehungsweise 3,5 Kilowatt. Das Gerät kann nicht nur kühlen, sondern auch heizen, entfeuchten und die Raumluft umwälzen. Der Hersteller nennt die Energieeffizienzklasse A++ beim Kühlen und A+ beim Heizen. Im leisesten Betriebsmodus soll der Schalldruckpegel der Inneneinheit bei 39 Dezibel liegen.
Der entscheidende Unterschied zum Monoblock-Gerät
Bei einem klassischen mobilen Monoblock-Klimagerät befinden sich Kompressor, Verdampfer und Verflüssiger gemeinsam im Raum. Die aufgenommene Wärme wird über einen breiten Abluftschlauch durch ein geöffnetes oder abgedichtetes Fenster nach draußen geleitet. Dabei kann ein Unterdruck entstehen, durch den erneut warme Außenluft in die Wohnung gelangt.
Die PortaSplit verlagert den warmen Teil des Kältekreislaufs nach draußen. Dadurch muss keine große Menge erwärmter Raumluft über einen Abluftschlauch aus dem Gebäude geblasen werden. Das kann eine wirksamere Kühlung ermöglichen und reduziert die Geräuschentwicklung im Innenraum, da sich ein Teil der Technik außerhalb des Zimmers befindet.
Vollständig lautlos arbeitet die Anlage dennoch nicht. Sowohl die Innen- als auch die Außeneinheit enthalten Ventilatoren und weitere bewegliche Komponenten. Vor der Nutzung auf einem Balkon, einer Terrasse oder an einem Fenster sollte deshalb geprüft werden, ob Geräusche Nachbarwohnungen beeinträchtigen könnten.
Flexible Montage ohne dauerhaftes Bohren
Ein weiterer Grund für die hohe Nachfrage ist die vergleichsweise einfache Montage. Nach Angaben von Midea kann das Außengerät mit einer Metallhalterung an geeigneten Fenstern befestigt werden. Ein mitgeliefertes Set soll den verbleibenden Fensterspalt abdichten. Das Außengerät wiegt laut Hersteller rund 9,9 Kilogramm.
Eine Installation durch einen Klimatechniker ist bei der vorgesehenen Standardmontage nicht notwendig. Dadurch wird das Gerät besonders für Mietwohnungen interessant, in denen Wanddurchbrüche oder fest montierte Außengeräte nicht ohne Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Trotzdem passt die Halterung nicht automatisch zu jedem Fenster. Dachfenster, französische Balkone, besonders breite Fensterbänke oder ungewöhnliche Rahmenkonstruktionen können weiteres Zubehör erfordern. Midea bietet dafür unter anderem eine zusätzliche Universalhalterung an, die für bestimmte Balkone und Dachfenster vorgesehen ist.
Neue Lieferungen gehen in mehrere europäische Länder
Als Zielländer der aktuellen Lieferungen werden Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und die Niederlande genannt. Damit verteilt sich der Nachschub auf mehrere große Absatzmärkte. Selbst eine hohe Gesamtstückzahl kann deshalb in einem einzelnen Land schnell vergriffen sein, wenn Händler nur begrenzte Kontingente erhalten.
Besonders in Deutschland dürfte die Nachfrage hoch bleiben. Viele Wohnungen verfügen weder über eine zentrale Kühlung noch über fest installierte Split-Klimaanlagen. Gleichzeitig erschweren Mietverträge, Eigentümergemeinschaften, Fassadenvorgaben und bauliche Gegebenheiten den nachträglichen Einbau einer stationären Anlage.
Transport über See und Schiene
Midea setzt den Berichten zufolge sowohl auf Seefracht als auch auf den Schienengüterverkehr zwischen China und Europa. Seit dem 8. Juli sollen sich mehr als 50 Container auf dem Weg befinden. Ein Teil der Klimageräte wird offenbar per China-Europa-Güterzug transportiert, während weitere Mengen den üblichen Seeweg nehmen.
Der Transport auf der Schiene kann gegenüber der klassischen Seefracht Zeit sparen. Dennoch bedeutet die Abfahrt eines Güterzuges nicht, dass die Ware unmittelbar danach im Handel auftaucht. Nach der Ankunft müssen die Container entladen, kontrolliert und an nationale oder regionale Lager weiterverteilt werden.
Bei der Aussage, Midea nutze erstmals eine grenzüberschreitende Bahnverbindung für diese Lieferung, ist ebenfalls eine genaue Einordnung nötig. China-Europa-Güterzüge verkehren bereits seit vielen Jahren. Neu dürfte vor allem sein, dass Midea einen Teil dieser konkreten Klimageräte-Charge über die Schiene transportiert.
Wann die neuen PortaSplit-Geräte erhältlich sein könnten
Ein verbindlicher Termin für die breite Verfügbarkeit in Deutschland wurde bislang nicht genannt. Erste Teilmengen könnten vergleichsweise schnell bei europäischen Händlern eintreffen. Bei Ware auf dem Seeweg ist dagegen mit einer deutlich längeren Transportdauer zu rechnen.
Weiterhin ist nicht bekannt, wie die Geräte unter den einzelnen Handelsketten, Baumärkten und Onlineshops verteilt werden. Auch bereits bestehende Vorbestellungen können dazu führen, dass neu eintreffende Ware zunächst nicht frei angeboten wird. Ein gefülltes europäisches Lager bedeutet daher noch nicht zwangsläufig, dass kurzfristig große Stückzahlen für neue Bestellungen bereitstehen.
Mehr Nachschub könnte überhöhte Preise bremsen
Die geringe Verfügbarkeit hat zeitweise zu erheblichen Preisaufschlägen geführt. Während reguläre Händler ausverkauft waren, tauchten einzelne Geräte auf Marktplätzen und Kleinanzeigen-Portalen zu deutlich höheren Preisen auf. Teilweise wurden Summen verlangt, die in der Nähe der Kosten einer einfacheren fest installierten Split-Anlage lagen.
Sobald größere Mengen in den Handel gelangen, könnte sich die Preissituation schrittweise entspannen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Nachschub tatsächlich groß genug ist und nicht vollständig durch bestehende Bestellungen aufgenommen wird. Während einer anhaltenden Hitzewelle kann selbst eine Lieferung von mehreren Tausend Geräten innerhalb kurzer Zeit verkauft sein.
Hinzu kommt, dass die Zahl von 200.000 Einheiten den gesamten europäischen Markt betrifft. Verteilt auf mehrere Länder, Händler und Monate fällt die unmittelbar verfügbare Menge erheblich kleiner aus. Eine schnelle Rückkehr zu früheren Angebotspreisen ist deshalb nicht garantiert.
Die PortaSplit ist kein vollständig mobiles Kleingerät
Die Bezeichnung „mobile Split-Klimaanlage“ kann den Eindruck erwecken, das Gerät lasse sich mühelos von einem Zimmer in das nächste tragen. Tatsächlich ist die PortaSplit zwar nicht fest mit dem Gebäude verbunden, aber deutlich größer und schwerer als ein Ventilator oder Luftkühler.
Die Inneneinheit der 3,5-Kilowatt-Ausführung wiegt laut Midea 32,5 Kilogramm. Hinzu kommen das Außengerät, die Verbindungsleitung und die Halterung. Rollen erleichtern das Verschieben innerhalb einer Wohnung, doch für den Transport über Treppen oder zwischen verschiedenen Gebäuden wird in der Regel mehr als eine Person benötigt.
Der Aufstellort entscheidet über die Leistung
Die tatsächliche Kühlwirkung hängt nicht allein von der angegebenen Leistung ab. Raumgröße, Sonneneinstrahlung, Dämmung, Fensterflächen, Deckenhöhe und die Zahl der anwesenden Personen beeinflussen, wie schnell eine gewünschte Temperatur erreicht wird.
Midea nennt für die stärkere PortaSplit Räume bis etwa 42 Quadratmeter beziehungsweise 105 Kubikmeter. Diese Angabe ist als Orientierung zu verstehen. Ein stark aufgeheiztes Dachgeschoss mit großen Südfenstern kann deutlich mehr Kühlleistung benötigen als ein gut gedämmter Raum gleicher Größe im Erdgeschoss.
Auch die Abdichtung des Fensters bleibt wichtig. Obwohl kein breiter Abluftschlauch verwendet wird, führt die Verbindungsleitung zwischen Innen- und Außengerät durch den Fensterspalt. Dringt dort ständig warme Außenluft ein, muss die Anlage länger arbeiten und verbraucht entsprechend mehr Strom.
Mobile Split-Klimaanlagen treffen den europäischen Wohnungsmarkt
Der Erfolg der PortaSplit zeigt, dass zwischen fest eingebauten Split-Anlagen und einfachen Monoblock-Geräten eine große Lücke bestand. Klassische Split-Klimaanlagen arbeiten leistungsfähig und vergleichsweise leise, setzen aber eine fachgerechte Montage sowie Veränderungen am Gebäude voraus. Monoblock-Geräte können sofort aufgestellt werden, verlieren jedoch durch den Abluftschlauch häufig einen Teil ihrer Kühlwirkung.
Mobile Split-Systeme verbinden Eigenschaften beider Bauarten. Sie können ohne dauerhafte Montage eingesetzt werden, geben die Wärme aber außerhalb des Raumes ab. Damit eignen sie sich besonders für Mietwohnungen, zeitweise genutzte Räume und Gebäude, an denen keine feste Außeneinheit angebracht werden soll.
Midea beschreibt die PortaSplit ausdrücklich als Lösung für europäische Wohnverhältnisse, bei denen der Einbau einer traditionellen Klimaanlage schwierig sein kann. Das Unternehmen verweist unter anderem auf unterschiedliche Fenstertypen, Mietwohnungen und den Wunsch nach einer flexibel nutzbaren Kühlung.
Weitere Hersteller dürften das Konzept aufgreifen
Die starke Nachfrage dürfte auch andere Hersteller aufmerksam machen. Mobile Split-Klimaanlagen sind zwar keine völlig neue Erfindung, waren im europäischen Haushaltsmarkt bislang aber deutlich seltener als Monoblock-Geräte. Der Verkaufserfolg der PortaSplit könnte dazu führen, dass weitere Modelle mit unterschiedlichen Leistungen, Baugrößen und Halterungen erscheinen.
Mehr Wettbewerb könnte langfristig zu einer größeren Auswahl und niedrigeren Preisen führen. Gleichzeitig werden technische Unterschiede wichtiger. Kühlleistung, Geräuschpegel, Stromverbrauch, Gewicht, Länge der Verbindungsleitung und die Eignung für verschiedene Fensterformen können sich je nach Modell deutlich unterscheiden.
Auch die Versorgung mit Zubehör und Ersatzteilen gewinnt mit steigenden Verkaufszahlen an Gewicht. Fensterhalterungen, Dichtungen und Verbindungselemente müssen über mehrere Jahre erhältlich bleiben. Bei einem Gerät, das regelmäßig auf- und abgebaut wird, sind robuste Befestigungen und austauschbare Verschleißteile besonders wichtig.
Mehr Geräte, aber noch keine Entwarnung für den Markt
Die angekündigten Lieferungen sind zunächst eine gute Nachricht für den europäischen Klimagerätemarkt. Midea reagiert offenbar mit einer erheblich gesteigerten Produktion auf die außergewöhnlich hohe Nachfrage. Mehr als 160.000 neue PortaSplit-Bestellungen seit Juni und eine für 2026 genannte Größenordnung von rund 200.000 Geräten zeigen, wie groß das Interesse an mobilen Split-Systemen inzwischen ist.
Dennoch sollte die Meldung nicht als Garantie verstanden werden, dass die PortaSplit kurzfristig überall erhältlich sein wird. Die Zahlen beruhen im Wesentlichen auf Angaben des Herstellers. Außerdem verteilt sich die Gesamtmenge auf mehrere Länder und unterschiedliche Lieferzeiträume. Ein Teil der Geräte befindet sich noch in der Produktion, ein weiterer Teil wird transportiert oder könnte bereits für bestehende Bestellungen reserviert sein.
Die mehr als 50 verschickten Container können die Lage spürbar verbessern, werden den europäischen Bedarf aber vermutlich nicht auf einen Schlag decken. Solange hohe Temperaturen anhalten, ist mit einer starken Nachfrage zu rechnen. Neu eintreffende Lieferungen könnten deshalb schnell wieder ausverkauft sein.
Für den Markt ist die Entwicklung trotzdem bemerkenswert. Die PortaSplit hat gezeigt, dass viele Haushalte eine leistungsfähige Klimaanlage suchen, ohne dafür eine dauerhafte Außeneinheit installieren zu müssen. Besonders in Mietwohnungen und dicht bebauten Städten trifft dieses Konzept auf einen Bedarf, den klassische Monoblock-Geräte nur eingeschränkt abdecken.
Ob sich die Preise rasch normalisieren, hängt davon ab, wie viele Geräte tatsächlich im Handel ankommen und wie lange die Nachfrage auf ihrem hohen Niveau bleibt. Die angekündigte Produktionssteigerung erhöht zumindest die Chance, dass wieder mehr reguläre Angebote erscheinen und überhöhte Marktplatzpreise an Attraktivität verlieren.
Europa bekommt damit voraussichtlich eine große Zahl neuer Midea PortaSplit-Klimaanlagen. Wann der Nachschub in einzelnen deutschen Geschäften verfügbar sein wird, bleibt jedoch offen. Erst die tatsächlichen Lagerbestände der Händler werden zeigen, ob aus der umfangreichen Lieferankündigung eine nachhaltige Entspannung entsteht oder ob die begehrten Geräte auch weiterhin innerhalb kurzer Zeit vergriffen sein werden.
Kai ist 57 Jahre alt und arbeitet als Publisher und Journalist. Seine Freizeit verbringt er gerne mit Reisen, Lesen und Sport. Außerdem interessiert er sich intensiv für Politik und aktuelle gesellschaftliche Themen.


