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Energie sparen: Immer mehr Westfalen setzen auf ein Hauswasserwerk

Hauswasserwerk
© RioPatuca Images / stock.adobe.com

Wer zu Hause ist und Wasser benötigt, dreht in der Regel einfach den Wasserhahn auf. In den meisten Einfamilien- oder Mehrfamilienhäusern ist die Wasserversorgung über Leitungen aus Edelstahl gesichert, die an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen sind. Das Leitungswasser wird regelmäßig auf seine Qualität hin überprüft und kann daher bedenkenlos für alle Zwecke verwendet und sogar getrunken werden. Dieses wertvolle Trinkwasser verursacht allerdings hohe Kosten – und die Preise steigen stetig weiter. Durch ein Hauswasserwerk lassen sich die Kosten nachhaltig senken, das haben mittlerweile auch viele Westfalen erkannt.

Günstiges Regenwasser statt teurem Trinkwasser!

Trinkwasser aus den Leitungen wird nicht nur zum Trinken, sondern auch für die WC-Spülung, als Badewasser oder für die Waschmaschine verwendet, oft auch für die Bewässerung des Gartens, die Reinigung der Fenster, der Gartenmöbel und des Rasenmähers. Um hier wertvolles Trinkwasser und damit Kosten einzusparen, setzen immer mehr Menschen auf ein Hauswasserwerk.

Das Trinkwasser kann durch eine solche Anlage in vielen Bereichen des Haushalts durch Wasser aus der Pumpe im Garten, durch aufgefangenen Regen oder Wasser aus dem Brunnen, das über eine Pumpe gefördert wird, ersetzt werden. Vorteil: Dieses Wasser ist kostenlos und spart somit bares Geld ein. Regenwasser eignet sich für das Betreiben der Waschmaschine sogar noch besser, weil es weniger Kalk als Leitungswasser enthält.

Als Verbraucher kann man mit einem Hauswasserwerk seine Betriebskosten um einen bedeutenden Prozentsatz senken und trägt außerdem effektiv zum Schutz der Umwelt bei.

Wie funktioniert ein Hauswasserwerk?

Ein Hauswasserwerk sorgt dafür, dass der Druck an den jeweiligen Entnahmestellen konstant gehalten wird und man das Regen- oder Grundwasser somit genau wie Trinkwasser aus der Leitung nutzen kann. Eine Entnahmestelle kann beispielsweise ein Brunnen oder eine Regenwassersammelanlage sein.

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Das Hauswasserwerk besteht aus drei wesentlichen Bauteilen: der Pumpe, dem Druckausgleichbehälter und der Drucksteuerung, auch Druckschalter genannt. Über die Pumpe wird das Wasser aus dem jeweiligen Vorratsbehälter gefördert. Je nach Fördermenge bzw. Förderhöhe gibt es unterschiedliche Formen von Wasserpumpen. Dazu gehören Tauchpumpen oder mehrstufige Kreiselpumpen. Solche Kreiselpumpen nutzen etwa die Schwungkraft, um die Flüssigkeit nach oben zu befördern. Sie sind besonders gut für das Hauswasserwerk geeignet, da mit ihnen nur eine geringe Lärmbelästigung entsteht. Auch stimmt hier das Verhältnis zwischen Preis und Leistung, da der Wirkungsgrad der Kreiselpumpen höher ist und die Betriebskosten dadurch geringer ausfallen.

Druckausgleichbehälter und Drucksteuerung

Druckausgleichbehälter sind meist mit einem Gas, mit Druckluft oder Stickstoff gefüllt. Wenn Wasser in den Behälter fließt, wird es durch das Gas auf einen bestimmen Wert komprimiert. Die Drucksteuerung sorgt für einen entsprechenden Druckausgleich beim Förderdruck im Druckkessel. Dieser wird mit einem Manometer kontrolliert. Wenn ein bestimmter Wert erreicht ist, schaltet er sich automatisch aus. Ein Vorfilter sorgt für die nötige Reinheit, er dient auch als Pufferspeicher, so dass kleine Mengen Wasser immer sofort verfügbar sind und die Wasserpumpen nicht wegen Kleinstmengen sofort anspringen müssen.

Das richtige Hauswasserwerk finden

Nur wer wirklich fit im Heimwerken ist und die nötige Erfahrung besitzt, sollte ein Hauswasserwerk selbst installieren, betont ein Energieberater aus Bielefeld. Andernfalls sollte man sich ausführlich beraten und die Arbeit vom Experten durchführen lassen. Auf einige wichtige Merkmale sollte in jedem Fall geachtet werden:

Lärmpegel

Der Lärmpegel ist ein oft unterschätzter Faktor beim Betrieb eines Hauswasserwerks. Es ist daher wichtig, schon im Vorfeld zu eruieren, welche Geräuschkulisse die Anlage erzeugt. Schließlich nützt das sparsamste Modell nichts, wenn es eine hohe Lärmbelästigung erzeugt. Die Höhe des Lärmpegels ist besonders dann wichtig, wenn die Technik im Haus direkt neben bewohnten Zimmern platziert werden soll.

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Leistung, Dimensionierung & Qualität

Die gewählte Leistung hängt entscheidend von der Größe des Haushalts und den örtlichen Gegebenheiten ab. Wichtig ist, sich für die richtige Ansaughöhe zu entscheiden. Dies ist die Höhe, die etwa das Regenwasser bis nach oben an die höchste Verbrauchsstelle benötigt. Ein Profi kann wertvolle Tipps zur passenden Dimensionierung der gesamten Anlage geben.

Zudem sollten Verarbeitung und Qualität des Hauswasserwerks stimmen, damit sich die Anlage möglichst schnell amortisieren kann. Dazu gehört auch, dass das Hauswasserwerk einen geringen Wartungsaufwand aufweisen sollte.

Ausstattung

Hauswasserwerke werden als Bausätze inzwischen teilweise sehr günstig angeboten. Doch Achtung: Bei diesen Billigmodellen müssen fast immer Abstriche hinsichtlich Qualität und/oder Ausstattungsumfang gemacht werden. So sind etwa Wasserfilter nicht enthalten und müssen zusätzlich nachgekauft werden.

In der Regel kann über ein Hauswasserwerk über die Hälfte der Kosten für Trinkwasser eingespart werden – ein guter Grund, auf diese Versorgungsform umzurüsten. Die Versorgung durch Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz bleibt natürlich trotzdem bestehen, sodass niemand Sorge haben muss, plötzlich ohne Wasser dazustehen.

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