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Ryanair zieht sich überraschend aus dem Berliner Flughafenmarkt zurück

Transparenzhinweis: Text KI-gestützt, Bild KI-erstellt

Ryanair will seine operative Basis am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) mit sieben dort stationierten Flugzeugen zum 24. Oktober 2026 schließen und das Flugangebot von und nach Berlin im Winterflugplan ab Ende Oktober deutlich reduzieren. Das Unternehmen begründet den Schritt vor allem mit aus seiner Sicht hohen Standortkosten in Deutschland sowie mit angekündigten weiteren Entgelterhöhungen am BER. Die Ankündigung erfolgte am Freitag, 24. April 2026, und löste umgehend Diskussionen über die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Berlin und über die Belastungen durch Steuern, Gebühren und regulative Vorgaben aus.

Was Ryanair angekündigt hat

Nach Angaben der Airline soll die Berliner Basis am 24. Oktober 2026 geschlossen werden. Betroffen sind die am BER stationierten sieben Flugzeuge, die in der Folge an andere Standorte im europäischen Netz verlagert werden sollen. Parallel dazu plant Ryanair, die Zahl der Flüge von und nach Berlin im Winterflugplan um rund die Hälfte zu reduzieren. Ryanair betont zugleich, Berlin weiterhin anzufliegen, dann jedoch mit Flugzeugen, die außerhalb Deutschlands stationiert sind.

In der Mitteilung nennt das Unternehmen auch Größenordnungen für das erwartete Verkehrsvolumen: Für 2027 wird eine deutliche Verringerung der über Berlin abgewickelten Passagierzahlen in Aussicht gestellt. Außerdem verweist Ryanair darauf, dass die Verlagerung von Kapazitäten in Länder erfolgen solle, in denen Luftverkehrsteuern abgeschafft oder Standortkosten niedriger seien. Diese Punkte sind Bestandteil der offiziellen Ryanair-Kommunikation vom 24. April 2026.

Begründung: Entgelte am BER und staatliche Abgaben als Kostentreiber

Ryanair macht in seiner Erklärung vor allem zwei Faktoren verantwortlich: zum einen die aus Sicht des Unternehmens hohen und seit Jahren steigenden Flughafenentgelte am BER, zum anderen die Belastungen durch staatliche Abgaben im deutschen Luftverkehr. Konkret stellt die Airline einen Zusammenhang zwischen der Kostenentwicklung am Flughafen und der Entscheidung her, stationierte Flugzeuge abzuziehen und das Angebot im Winterflugplan zu verringern.

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Zu den am Standort wirkenden Kosten zählen aus Sicht von Airlines typischerweise Flughafenentgelte (beispielsweise für Start, Landung, Abfertigung und Passagierprozesse), Sicherheitskosten sowie staatliche Abgaben. Ryanair verweist in seiner Mitteilung explizit auf angekündigte weitere Entgelterhöhungen am BER in den kommenden Jahren als Auslöser, die wirtschaftliche Basis für ein stationiertes Wachstum in Berlin zu entziehen.

Ergänzend ist für den Kontext relevant, dass die Bundesregierung zuletzt öffentlich über Entlastungen im Luftverkehr gesprochen hat. In einem offiziellen Dokument der Bundesregierung wird etwa eine Rückführung der Luftverkehrsteuer auf ein früheres Niveau zum 1. Juli 2026 erwähnt. Unabhängig davon zeigt die Ryanair-Ankündigung, dass die Airline die aktuelle und erwartete Kostenbelastung am Standort Berlin als nicht tragfähig bewertet.

Was eine Basisschließung praktisch bedeutet

Die Schließung einer Basis ist nicht gleichbedeutend mit einem vollständigen Rückzug aus einem Markt. Eine Basis ist im Airline-Betrieb vor allem der Ort, an dem Flugzeuge und Crews dauerhaft stationiert sind. Wird eine Basis geschlossen, kann eine Fluggesellschaft weiterhin Strecken bedienen, allerdings häufig mit geringerer Frequenz, weniger Umläufen und weniger Flexibilität bei Umlaufplanung und Reservekapazitäten. Das kann sich insbesondere im Winterflugplan auswirken, wenn Airlines Kapazitäten saisonal neu verteilen.

Für den BER bedeutet der Abzug stationierter Flugzeuge, dass ein Teil der bislang in Berlin aufgebauten operativen Infrastruktur – insbesondere Crew- und Flugzeugrotationen – entfällt. In der Folge können sich Flugzeiten, Abflugwellen und die Stabilität des Angebots verändern. Ryanair stellt zwar ausdrücklich in Aussicht, Berlin weiter zu bedienen, die künftige Struktur soll aber stärker von externen Stationierungen geprägt sein.

Der BER als umkämpfter Low-Cost-Standort

Berlin ist ein bedeutender Markt für Low-Cost-Carrier, weil die Region ein hohes touristisches und privates Reiseaufkommen hat und gleichzeitig stark preisgetrieben ist. In den vergangenen Jahren war der BER für mehrere Billigfluggesellschaften ein zentraler Standort, wobei die Anbieter ihre Kapazitäten regelmäßig an Kosten, Nachfrage und Rahmenbedingungen anpassen. Die jetzt angekündigte Reduzierung fällt in eine Phase, in der Airlines europaweit Kapazitäten dorthin verschieben, wo sie die beste Kombination aus Nachfrage, Kosten und operativer Verlässlichkeit erwarten.

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Ryanair argumentiert dabei nicht nur mit dem Flughafen selbst, sondern mit dem Gesamtumfeld in Deutschland. In früheren Unternehmensverlautbarungen hatte die Airline wiederholt eine Senkung von Steuern und Gebühren gefordert. Die aktuelle Entscheidung wird von Ryanair als Fortsetzung dieser Linie dargestellt: Wachstum solle in Länder gehen, die aus Sicht der Airline wettbewerbsfähigere Bedingungen bieten.

Quellen

https://www.airliners.de/ryanair-kuerzt-berliner-flugprogramm-haelfte-schliesst-ber-basis/87374

https://www.tagesspiegel.de/berlin/50-prozent-weniger-fluge-von-und-nach-berlin-ryanair-zieht-sich-wegen-hoher-kosten-vom-ber-zuruck-15518636.html

https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975954/2421988/69702735ce1ddd47b00be4d6163f226d/37-3-bk-lufthansa-data.pdf?download=1

Written by Julia

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