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Portugal und Spanien sind in diesen Tagen erneut von schweren Unwettern getroffen worden. Das Atlantiktief „Leonardo“ brachte seit Anfang der Woche vielerorts Starkregen, Sturmböen und in der Folge großflächige Überschwemmungen. Besonders angespannt ist die Lage im Süden Spaniens, vor allem in Andalusien, sowie in mehreren Regionen Portugals, wo die Böden nach vorherigen Unwettern bereits stark gesättigt waren. In beiden Ländern laufen Evakuierungen, Rettungseinsätze und Maßnahmen zum Hochwasserschutz auf Hochtouren, während Meteorologen vor weiteren Niederschlägen warnen.
Sturmtief „Leonardo“ setzt die Iberische Halbinsel unter Druck
In Spanien konzentrierten sich die heftigsten Auswirkungen zunächst auf Andalusien. Dort führten außergewöhnlich hohe Regenmengen innerhalb kurzer Zeit zu reißenden Bächen, überfluteten Straßen und instabilen Hängen. In der Sierra de Grazalema wurden in wenigen Tagen Niederschlagsmengen gemeldet, die sonst über sehr lange Zeiträume verteilt fallen. Die örtlichen Behörden reagierten mit Sperrungen, der Aussetzung von Unterricht in betroffenen Gebieten und der Evakuierung tiefer gelegener Wohnzonen. Neben den direkten Wasserschäden verschärften Erdrutsche und Hangrutschungen die Lage, weil Wege unpassierbar wurden und einzelne Orte zeitweise schwer erreichbar waren.
Auch Portugal wurde von „Leonardo“ stark getroffen. In mehreren Landesteilen stiegen Flusspegel deutlich an, besonders aufmerksam wird auf die Entwicklung im Einzugsgebiet des Tejo (Tagus) geschaut. Behörden warnten vor einer Hochwasserlage, die in einzelnen Regionen als die gravierendste seit Jahrzehnten beschrieben wurde. Hinzu kamen starke Winde an der Küste, die die Einsatzkräfte zusätzlich banden und Schäden an Infrastruktur begünstigten.
Andalusien im Ausnahmezustand: Evakuierungen, Flusspegel, Hangrisiken
In Andalusien standen besonders die großen Flusssysteme und ihre Nebenläufe im Fokus. Der Guadalquivir erreichte in der Provinz Córdoba kritische Pegelstände, wodurch Anwohnerinnen und Anwohner vorsorglich ihre Häuser verlassen mussten. Gleichzeitig sorgten vollgelaufene Rückhaltebecken, überlastete Entwässerungssysteme und die Kombination aus Dauerregen und Starkregenphasen dafür, dass Wasser auch abseits der großen Flüsse in Siedlungen eindrang.
Die Evakuierungen betrafen nicht nur einzelne Straßenzüge, sondern in einigen Fällen ganze Ortschaften oder Ortsteile. In besonders exponierten Lagen spielte außerdem die Geologie eine Rolle: Wenn der Untergrund durch die Wassermassen instabil wird, steigt das Risiko für Setzungen, Risse in Gebäuden und plötzliche Erdrutsche. Deshalb wurden lokal nicht nur klassische Hochwasserzonen geräumt, sondern auch Bereiche, in denen die Gefahr eher aus dem Boden und den Hängen kommt als aus dem Flussbett.
Parallel zu den Evakuierungen liefen Such- und Rettungsaktionen. In der Provinz Málaga wurde nach Medienberichten eine Person vermisst, nachdem sie in einem stark angeschwollenen Gewässer in Not geraten war. Solche Einsätze sind in Phasen schnell wechselnder Wasserstände besonders gefährlich, weil Strömungen, Trümmer im Wasser und schlecht sichtbare Unterspülungen die Lage unberechenbar machen.
Portugal: steigende Pegel, staatliche Notmaßnahmen und Belastung der Infrastruktur
In Portugal verschärfte sich die Situation auch deshalb, weil das Land bereits kurz zuvor mit einer schweren Unwetterserie zu kämpfen hatte. Die erneuten Regenfälle trafen auf aufgeweichte Böden und belasteten Flüsse, Kanäle und Schutzbauten. Berichtet wurde über Evakuierungen in gefährdeten Zonen sowie über einen Todesfall im Zusammenhang mit Hochwasser, als ein Fahrzeug von Wassermassen erfasst wurde. Derartige Unfälle gehören zu den häufigsten Todesursachen bei Überschwemmungen, weil überflutete Straßen die tatsächliche Tiefe und Strömung oft nicht erkennen lassen.
Politisch und organisatorisch führte die Lage zu zusätzlichen Spannungen, weil parallel in Portugal die Diskussion über die Durchführung wichtiger Termine und Abläufe aufkam. Sicherheitsbehörden und Zivilschutz standen vor der Aufgabe, Ressourcen zwischen akuten Rettungseinsätzen, Prävention und der Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur zu verteilen. Zugleich wurden in mehreren Gemeinden Notlagen verlängert oder verschärft, um schnellere Eingriffe und Koordination zu ermöglichen.
Wirtschaftliche Folgen: Schäden an Verkehr, Landwirtschaft und Versorgung
Die Unwetter hatten spürbare Auswirkungen auf den Alltag und die Wirtschaft. In Spanien wurden Straßen gesperrt, Bahnverbindungen regional unterbrochen und Schulen geschlossen. Solche Maßnahmen sind in akuten Lagen oft unvermeidlich, zeigen aber auch die Verwundbarkeit von Mobilität und Lieferketten, wenn Niederschläge in kurzer Zeit ganze Regionen treffen.
In landwirtschaftlich geprägten Gebieten kamen zusätzliche Schäden hinzu. In Teilen Spaniens wurden Beeinträchtigungen in der Landwirtschaft gemeldet, unter anderem in Olivenanbaugebieten, wo Starkregen, überflutete Felder und erschwerte Erntebedingungen zu hohen Verlusten führen können. Auch in Portugal sind nach wiederholten Unwettern Schäden an Gebäuden, Straßen und kommunaler Infrastruktur ein wiederkehrendes Problem, das die öffentlichen Haushalte belastet und den Wiederaufbau verlängert.
Warum die Gefahr nicht sofort endet: gesättigte Böden und weitere Wetterfronten
Selbst wenn der Regen nachlässt, bleibt die Lage häufig kritisch. Gesättigte Böden können Wasser schlechter aufnehmen, wodurch schon moderate Niederschläge erneut zu Überflutungen führen. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Hangrutschungen oft zeitverzögert, weil Wasser in den Untergrund eindringt und die Stabilität erst später nachgibt. Hinzu kommt, dass Stauseen und Rückhaltebecken kontrolliert Wasser ablassen müssen, um strukturelle Risiken zu vermeiden, was flussabwärts zu weiteren Pegelanstiegen führen kann.
Mehrere Wetterdienste und Medienberichte verwiesen zudem auf die Möglichkeit weiterer Tiefdrucksysteme, die nach einer kurzen Beruhigung erneut Regen bringen könnten. Damit bleibt die Situation dynamisch: Entwarnung ist erst möglich, wenn Pegel sinken, die Böden abtrocknen und die Infrastruktur wieder stabil funktioniert.
Fazit
Das Sturmtief „Leonardo“ hat Spanien und Portugal in der ersten Februarwoche 2026 mit außergewöhnlich starkem Regen und gravierenden Überschwemmungen getroffen. In Andalusien führten überlastete Flüsse, gesperrte Verkehrsachsen und Evakuierungen zu einem regionalen Ausnahmezustand, während Portugal parallel mit steigenden Pegeln, Schäden und einer hohen Belastung der Einsatzkräfte kämpfte. Die Lage bleibt auch nach dem Durchzug der heftigsten Niederschläge angespannt, weil gesättigte Böden, hohe Flussstände und mögliche weitere Wetterfronten das Risiko verlängern.
Quellen
The Guardian (06.02.2026): https://www.theguardian.com/world/2026/feb/06/calls-postpone-presidential-election-storm-leonardo-portugal-spain
Associated Press (06.02.2026): https://apnews.com/article/3bad0760f92dd10d8169a7d32674cb31
Euronews Deutsch (06.02.2026): https://de.euronews.com/2026/02/06/beispiellose-katastrophe-portugal-meldet-todesopfer-nach-unwettern
El País (05.02.2026): https://elpais.com/espana/2026-02-05/ultima-hora-de-la-borrasca-leonardo-en-directo.html
n-tv / dpa (04.02.2026): https://www.n-tv.de/ticker/Unwetter-in-Suedeuropa-id30324108.html


