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Großer Stromausfall im Südwesten Berlins nach Brand an Kabelbrücke – Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Brandstiftung

Großer Stromausfall in Berlin
© BerlinPictures / stock.adobe.com

Update vom 4. Januar 2026: Erste Rückkehr des Stroms, neue Details zur Schadenslage und zu den Ermittlungen

Seit der Nacht zum Sonntag gibt es erste spürbare Entlastung: In mehreren Stufen sind nach Angaben von Stromnetz Berlin seit 03:23 Uhr rund 7.000 Haushalte sowie 150 Gewerbekunden – vor allem in Lichterfelde – wieder mit Strom versorgt. Zuvor war zwar bereits in der Nacht kommuniziert worden, der Ausfall in Lichterfelde sei behoben, tatsächlich betraf das aber offenbar nur einen Teil der Anschlüsse. Die großflächige Störung in weiteren Teilen von Steglitz-Zehlendorf hält damit weiterhin an.

Reparatur dauert voraussichtlich bis Donnerstag – Provisorium statt regulärer Bauzeit

Neu ist auch die Einordnung, wie aufwendig die Instandsetzung ist. Laut Tagesspiegel wird damit gerechnet, dass ein Großteil der betroffenen Anschlüsse erst am Donnerstagnachmittag wieder vollständig versorgt werden kann. Aus dem Umfeld der Berliner Wirtschaftsverwaltung heißt es demnach, die Verlegung der betroffenen Hochspannungskabel würde normalerweise mehrere Wochen dauern; nun müsse in wenigen Tagen zunächst eine provisorische Lösung errichtet werden, um die Versorgung überhaupt wieder stabil herstellen zu können.

Gleichzeitig wird deutlicher, wie stark die Folgen über „Licht aus“ hinausgehen: Neben der Straßenbeleuchtung können auch Alarmanlagen ausfallen. Zudem ist laut Tagesspiegel die Fernwärmeversorgung beeinträchtigt, weil Pumpen ohne Strom die Wärme nicht zuverlässig transportieren können – selbst wenn das Fernwärmekraftwerk als solches nicht ausgefallen ist.

Ermittlungen: Staatsschutz eingebunden, Bekennerschreiben wird geprüft

Während im ersten Text vor allem von Ermittlungen wegen Brandstiftung die Rede war, wird die Lage inzwischen stärker im Kontext eines möglichen Brandanschlags bewertet. Beim Tagesspiegel heißt es, Hinweise wie Brandsätze unter den Kabeln deuteten auf eine gezielte Tat hin. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ist demnach eingebunden; außerdem liegt ein Bekennerschreiben vor, dessen Echtheit geprüft wird. Eine gesicherte Zuordnung zu möglichen Tätern wurde in den aktuellen Berichten am Sonntagmorgen jedoch weiterhin nicht genannt.

Hilfsangebote ausgeweitet: Notunterkünfte, Wärmeräume und Unterstützung durch Einsatzkräfte

Deutlich konkreter als zuvor sind inzwischen die Informationen zu Hilfsangeboten. Das Land Berlin verweist auf mehrere Notunterkünfte mit Übernachtungsmöglichkeit, darunter das Cole-Sports-Center (Hüttenweg 43), eine Sporthalle der Zinnowwald-Grundschule (Wilskistraße 78) sowie der Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf (Teltower Damm 18; Zugang über Kirchstraße 1/3). Zusätzlich werden Anlaufstellen genannt, an denen Wärme möglich ist und Mobiltelefone geladen werden können, etwa das Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde (Onkel-Tom-Straße 80) sowie das Matthäus-Gemeindehaus am Steglitzer Kreisel. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

Auch Deutschlandfunk berichtet, dass Notunterkünfte eingerichtet wurden und weitere Räume – unter anderem durch Kirchengemeinden – geöffnet werden sollen, damit Wärme und Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Parallel dazu wurde die Polizeipräsenz auf den dunklen, verschneiten Straßen verstärkt. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Der Tagesspiegel ergänzt, dass die Berliner Feuerwehr in der Nacht und am Sonntagmorgen weiter im Einsatz war, unter anderem zur Unterstützung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie bei Privatpersonen, die Hilfe brauchten und in Betreuungsstellen gebracht oder medizinisch versorgt wurden.

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Quellen

Tagesspiegel (Liveblog, Stand 04.01.2026, 07:41–08:34 Uhr): „Stromausfall durch Brandanschlag: Berliner Südwesten zittert weiter – Teile von Lichterfelde wieder versorgt“.

Berlin.de (Stand 04.01.2026, innerhalb der letzten 12 Stunden): „Stromausfall im Südwesten: Notunterkünfte eingerichtet“.

Deutschlandfunk (04.01.2026): „Stromausfall in Berlin: Notunterkünfte eingerichtet – Staatsschutz ermittelt“.

 

Erstbeitrag vom 3.1.2026

Am frühen Samstagmorgen, 3. Januar 2026, ist in Teilen des Berliner Südwestens großflächig der Strom ausgefallen. Betroffen sind nach Angaben des Netzbetreibers Stromnetz Berlin rund 45.400 Haushalte sowie etwa 2.200 Gewerbekunden. Die Störung konzentriert sich auf Ortsteile in Steglitz-Zehlendorf, darunter Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Ursache ist ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde. Das Feuer ist zwar gelöscht, doch mehrere Kabel wurden beschädigt, weshalb die Versorgung nicht einfach per Schalter wiederhergestellt werden kann.

Was bisher bekannt ist

Laut der Krisenseite von Stromnetz Berlin kam es im Zeitfenster zwischen 05:44 und 06:26 Uhr zum Ausfall mehrerer Leitungen, die Umspannwerke versorgen. Seitdem arbeiten Einsatz- und Montageteams an einer schrittweisen Wiederversorgung. Ein genauer Zeitpunkt, wann überall wieder Strom verfügbar sein wird, war am Mittag weiterhin offen. Auch über die genaue technische Kette vom Brand bis zum Leitungsausfall gibt es bislang nur den groben Rahmen: Mehrere Kabel wurden durch das Feuer an der Brücke beschädigt, wodurch die Stromzufuhr in weiten Teilen der Region unterbrochen wurde.

Ursache: Brand an der Kabelbrücke über den Teltowkanal

Im Mittelpunkt steht eine Kabelbrücke, die Leitungen über den Teltowkanal führt. Dort brach ein Brand aus, der nach ersten Erkenntnissen mehrere Kabel in Mitleidenschaft zog. Der Netzbetreiber nennt als Ort den Bereich nahe des Kraftwerks Lichterfelde. Während das Feuer selbst schnell gelöscht werden konnte, sind die Folgen im Netzbetrieb deutlich hartnäckiger: Beschädigte Hoch- oder Mittelspannungskabel müssen geprüft, gegebenenfalls ersetzt und anschließend sicher wieder in Betrieb genommen werden. Erst danach kann die Versorgung stabil und flächendeckend zurückkehren.

Auswirkungen: Haushalte, Betriebe und kritische Infrastruktur

Die Größenordnung des Ausfalls ist erheblich. Neben zehntausenden Wohnungen sind auch tausende Betriebe betroffen. In der Praxis bedeutet das nicht nur dunkle Straßenzüge und ausgefallene Haushaltsgeräte, sondern auch Störungen in Abläufen, die im Winter besonders sensibel sind. Viele Heizungen benötigen Strom für Pumpen, Steuerungen oder Regler, selbst wenn die Wärmequelle Gas oder Fernwärme ist. In der Folge kann es vorkommen, dass Wohnungen trotz funktionierender Heizanlage nicht richtig warm werden. Zudem berichten mehrere Medien, dass auch Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser im betroffenen Gebiet mit den Folgen umgehen mussten. Kliniken verfügen in der Regel über Notstromkonzepte, dennoch erhöhen großräumige Ausfälle den organisatorischen Druck deutlich.

Kommunikation und Sicherheit: Netzprobleme möglich

Parallel zur Stromversorgung können auch Mobilfunk und Festnetz beeinträchtigt sein. Das ist bei großflächigen Stromstörungen nicht ungewöhnlich, weil Funkmasten, Vermittlungsstellen und Router zwar teilweise gepuffert sind, aber nicht unbegrenzt. In den aktuellen Berichten wird darauf hingewiesen, dass Notrufe und Erreichbarkeiten zeitweise erschwert sein könnten. Die Lage führte außerdem zu verstärkter Präsenz von Polizei und Feuerwehr, nicht zuletzt wegen der unklaren Brandursache und der möglichen Folgeeinsätze in Einrichtungen oder bei technischen Zwischenfällen.

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Ermittlungen: Verdacht auf Brandstiftung – Motiv noch offen

Der Google-Trends-Formulierung „möglicherweise ein Anschlag“ liegt vor allem der Umstand zugrunde, dass die Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Mehrere aktuelle Meldungen berichten übereinstimmend, dass die Kriminalpolizei vor Ort ist und die Ermittlungen laufen. Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen einem Anfangsverdacht und einer bestätigten Tatmotivation: Brandstiftung kann viele Hintergründe haben, von Vandalismus bis zu gezielten Angriffen. Am Samstagmittag war öffentlich noch nicht bekannt, ob es konkrete Hinweise auf eine politisch motivierte Tat oder eine gezielte Sabotage gibt. Bis zur Klärung bleibt die Einordnung „Anschlag“ daher spekulativ und wird durch die bislang vorliegenden Informationen nicht belegt.

Warum der Vergleich mit früheren Fällen schnell gezogen wird

In aktuellen Berichten wird der heutige Vorfall mit einem früheren, tagelangen Stromausfall in Berlin verglichen, der nach Medienangaben durch einen politisch motivierten Brandanschlag ausgelöst wurde. Dass dieser Vergleich schnell auftaucht, ist nachvollziehbar: Die Zahl der betroffenen Anschlüsse bewegt sich in ähnlichen Größenordnungen, und die Erinnerung an länger andauernde Ausfälle prägt die öffentliche Wahrnehmung. Für die Bewertung des aktuellen Geschehens ist jedoch ausschlaggebend, was die laufenden Ermittlungen zur Brandursache ergeben.

Wie es weitergeht: Reparatur, Prüfung, schrittweise Wiederversorgung

Stromnetz Berlin beschreibt die aktuelle Strategie als schrittweise Wiederversorgung. Das deutet darauf hin, dass Teilbereiche priorisiert oder technisch früher wieder ans Netz gebracht werden können, während andere Abschnitte noch geprüft oder repariert werden. Bei beschädigten Kabeln ist neben dem Austausch auch die Mess- und Schutztechnik entscheidend, damit beim Wiederzuschalten keine Folgeschäden entstehen. Solange keine verlässliche Prognose vorliegt, bleibt die Lage dynamisch: Teilrückkehr der Versorgung ist möglich, gleichzeitig können einzelne Straßenzüge länger warten müssen, wenn Leitungswege komplex sind oder Ersatzteile und Arbeiten mehr Zeit benötigen.

Fazit

Der großflächige Stromausfall im Südwesten Berlins geht nach aktuellem Stand auf einen Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zurück. Rund 45.400 Haushalte und 2.200 Betriebe sind betroffen, dazu Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenhäuser, die auf Notfallroutinen angewiesen sind. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung, doch eine Einordnung als „Anschlag“ ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegt, weil Hinweise auf Motiv und Täterschaft öffentlich noch fehlen. Entscheidend werden die Ergebnisse der Brandermittlung sowie der Fortschritt bei Reparatur und Netzprüfung sein, bevor die Stromversorgung überall stabil zurückkehrt.

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