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Schülerfeedback NRW: Mehr Mitsprache für Schulen

Gruppe Schüler
©Syda Productions/stock.adobe.com

Fühle ich mich an meiner Schule wahrgenommen? Erlebe ich einen respektvollen Umgang im Alltag? Habe ich Einfluss darauf, wie unser Schulleben gestaltet wird? Mit solchen Fragen hat sich Lina beschäftigt. Die Neuntklässlerin einer Gesamtschule in Münster wirkte über das Beteiligungsprogramm Your Vision – Schule NRW an einem neuen Fragebogen mit, der nun im Rahmen eines landesweiten Schülerfeedbacks getestet wird.

Lina macht deutlich, dass Schule aus ihrer Sicht eine eigene Gemeinschaft darstellt, die auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet. Deshalb sei es entscheidend, dass Schülerinnen und Schüler gehört werden. Wenn sie aktiv mitgestalten könnten, würden sie früh Verantwortung übernehmen und ein respektvolles Miteinander entwickeln. Auf diese Weise leiste Schule einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Bildung.

Das Schulministerium reagiert mit dem neuen Instrument auf aktuelle Studien, darunter die Ergebnisse der IQB-Bildungstrends, die einen erhöhten Unterstützungsbedarf im sozial-emotionalen Bereich zeigen. Schulministerin Dorothee Feller betont in diesem Zusammenhang, dass soziale und emotionale Fähigkeiten ebenso bedeutsam seien wie grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben oder Rechnen. Um diese gezielt zu fördern, sei es notwendig, den Schülerinnen und Schülern aufmerksam zuzuhören. Das neue Feedbacksystem ermögliche es ihnen, ihre Wahrnehmung von Schulklima und Lernkultur differenziert mitzuteilen.

Die Fragebögen wurden gemeinsam mit verschiedenen Akteuren entwickelt, darunter die QUA-LiS NRW, Schülerinnen und Schüler aus YourVision-Schulen, die Landesschülervertretung NRW sowie Vertreterinnen und Vertreter von Schulleitungen. Je nach Schulstufe umfassen die digitalen, anonym auszufüllenden Fragebögen etwa 30 bis 40 Fragen. Die Ergebnisse werden anschließend in übersichtlichen Berichten für Lehrkräfte und Schulleitungen aufbereitet.

Nach ersten erfolgreichen Tests an einzelnen Schulen startet nun ein größer angelegter Praxiseinsatz. Alle öffentlichen Schulen sowie private Ersatzschulen in Nordrhein-Westfalen wurden eingeladen, sich daran zu beteiligen. Schulleiter Jan Haurand plant, das Instrument an der Städtischen Gesamtschule Lippstadt einzusetzen. Er erwartet, dass die Rückmeldungen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Schule liefern. Aus seiner Sicht ist das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler ein zentraler Faktor für erfolgreiches Lernen, da gute Leistungen eng mit einem positiven Schulklima verbunden sind. Das Feedback könne dabei helfen, die Rahmenbedingungen gezielt zu verbessern.

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Das Vorhaben ist Teil der Gesamtstrategie Schulkompass NRW 2030, mit der das Land die Lern- und Bildungsergebnisse nachhaltig stärken möchte. Ein wichtiger Baustein dabei ist die datengestützte Schulentwicklung. Neben dem Schülerfeedback sollen auch zusätzliche Lernstandserhebungen, etwa in den Klassen 2, 5 und 7, wichtige Erkenntnisse liefern. Bereits vorhandene Datenquellen wie VERA, zentrale Prüfungen oder das Zentralabitur werden dabei weiterhin genutzt.

Zur Unterstützung stellt das Ministerium den Schulen erstmals kompakte Schuldatenblätter zur Verfügung. Diese enthalten zentrale Kennzahlen, die für die Schulentwicklung relevant sind. Dazu zählen unter anderem:

  • Verteilung der Schulformempfehlungen
  • Anteil der Schülerinnen und Schüler, deren Familiensprache nicht Deutsch ist
  • Anteil mit sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Ergebnisse aus Vergleichsarbeiten und zentralen Prüfungen

Diese Daten bilden gemeinsam mit den Ergebnissen des Schülerfeedbacks die Grundlage für Gespräche zwischen Schulen und Schulaufsicht. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen abzuleiten, die sowohl das Wohlbefinden als auch die Leistungen der Schülerinnen und Schüler verbessern.

Die Maßnahmen knüpfen an bereits umgesetzte Reformen an, etwa in der Lehrkräfteausbildung, bei digitalen Lernangeboten oder in der Förderung zentraler Kompetenzen. Ergänzt wird dies durch Programme zur Stärkung sozialer Fähigkeiten sowie durch eine frühzeitige Sprachförderung. Dabei orientiert sich Nordrhein-Westfalen auch an erfolgreichen Modellen anderer Regionen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/Veröffentlicht am 16.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Written by Nima

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