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Nordrhein-Westfalen weitet KI-Test in der Finanzverwaltung aus

Finanzamt
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Die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung erweitert ihren Testlauf zum Einsatz Künstlicher Intelligenz im Risikomanagement auf vier weitere Finanzämter. Ab 2026 soll die Technologie landesweit im Einsatz sein.

Seit Mai 2025 nutzt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein eigens entwickeltes KI-System, das das Risikomanagement bei der Bearbeitung von Einkommenssteuererklärungen unterstützt. Die analytische Künstliche Intelligenz identifiziert Muster und prüft, in welchen Fällen kein weiterer Bearbeitungsbedarf durch das Finanzamt besteht. Dadurch können bestimmte Erklärungen automatisch bearbeitet werden. Ziel ist es, einfache Arbeitnehmerfälle mit geringem Risiko künftig deutlich schneller zu veranlagen. Gleichzeitig sollen die Beschäftigten in den Finanzämtern entlastet und Kapazitäten für komplexe Fälle geschaffen werden.

Nach der erfolgreichen Erprobung in den Finanzämtern Bielefeld-Außenstadt, Hamm, Brühl und Lübbecke wurde das Projekt nun auf Dortmund-Hörde, Düsseldorf-Süd, Geilenkirchen und Kleve ausgeweitet. Laut Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk soll durch die Ausweitung eine größere Zahl von Fällen durch die KI verarbeitet werden, um die Technologie umfassend zu testen. Er betonte, dass das Ziel darin liege, das Pilotprojekt zügig abzuschließen und den Einsatz der KI zunächst landesweit und anschließend bundesweit zu ermöglichen. Dafür seien belastbare Ergebnisse entscheidend, um zu erkennen, welche Potenziale die Technologie bereits bietet und wo noch Anpassungen nötig sind, um die Steuerveranlagung effizienter zu gestalten.

Der flächendeckende Einsatz in Nordrhein-Westfalen ist für den Beginn der Steuerveranlagung 2025 vorgesehen. Die Entwicklung der KI-Komponente erfolgt im Rahmen der bundesweiten Steuer-IT-Kooperation KONSENS, an der alle Länder beteiligt sind. Minister Optendrenk hob hervor, dass Nordrhein-Westfalen aufgrund der weit fortgeschrittenen Digitalisierung seiner Finanzverwaltung ideale Voraussetzungen für den KI-Einsatz biete. Zudem sei die Offenheit der Finanzämter vor Ort ein wesentlicher Erfolgsfaktor gewesen, der einen schnellen Start des Projekts ermöglicht habe. Er betonte, dass das Projekt eine gemeinsame Leistung von Entwicklern und Sachbearbeitern sei, deren Engagement maßgeblich zum Erfolg beitrage.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Nordrhein-Westfalen/Veröffentlicht am 03.11.2025

Written by Nima

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