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Nordrhein-Westfalen setzt auf breite Beteiligung für Olympia

Olympische Spiele
©lazyllama/stock.adobe.com

Nachhaltige und zeitgemäße Olympische und Paralympische Spiele seien nur möglich, wenn sie im Einklang mit der Bevölkerung umgesetzt würden. Nordrhein-Westfalen gehe dabei einen bislang einmaligen Weg: Als einzige Bewerberregion plane das Land am 19. April 2026 zeitgleich in allen beteiligten Kommunen Ratsbürgerentscheide. Rund vier Millionen Menschen erhielten damit die Möglichkeit, über eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abzustimmen – mehr als in jeder anderen bisherigen Bewerbung.

Um die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig umfassend zu informieren und für eine Zustimmung zu werben, starte drei Monate vor den Ratsbürgerentscheiden, am 19. Januar 2026, eine landesweite Informations- und Imagekampagne. Getragen werde sie von den 17 beteiligten Kommunen gemeinsam mit der Landesregierung, dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen, dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, Athletinnen und Athleten sowie den zuständigen Sportfachverbänden. Ziel sei es, ein positives Votum bei den Abstimmungen zu erreichen. Die endgültige Entscheidung darüber, ob Deutschland eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele einreiche, solle am 26. September 2026 im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes fallen.

Zusätzlich werde die Bewerbung KölnRheinRuhr in den kommenden Monaten von einem hochkarätig besetzten Unterstützerkreis begleitet. Zu diesem Team zählten namhafte Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Politik, die ihre Erfahrung und Expertise aktiv in den Prozess einbringen wollten. Gemeinsam sollten sie der Bewerbung zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen und inhaltliche Impulse setzen.

Die Inhalte der Kampagne seien in der Kölner Lanxess Arena vorgestellt worden. Dabei habe der Ministerpräsident erläutert, dass Nordrhein-Westfalen Spiele für alle anstrebe und sich bereit sehe, Olympische und Paralympische Spiele nah zu den Menschen zu bringen. Das Konzept KölnRheinRuhr stehe für besonders kompakte, nachhaltige und publikumsnahe Spiele mit außergewöhnlichen Zuschauerzahlen und einer einzigartigen Kulisse. Athletinnen und Athleten sollten hier optimale Bedingungen und eine große Bühne für den Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn vorfinden.

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Weiter sei betont worden, dass das Konzept mit bis zu 14 Millionen verfügbaren Tickets neue Maßstäbe bei der Zuschauerbeteiligung setzen könne. Ein zentrales Merkmal sei zudem die außergewöhnliche Kompaktheit: Der überwiegende Teil der Sportlerinnen und Sportler könne im Olympischen und Paralympischen Dorf wohnen, verbunden mit sehr kurzen Wegen zu den Wettkampfstätten. Sämtliche Sportstätten seien entweder bereits vorhanden oder lediglich temporär geplant, wodurch dauerhafte Fehlentwicklungen vermieden würden.

Das klare Bekenntnis zu Olympischen und Paralympischen Spielen sei dabei eng mit einer langfristigen Stärkung des Breiten- und Nachwuchssports verbunden. Nordrhein-Westfalen plane, in den kommenden Jahren so umfangreich wie nie zuvor in den Sport zu investieren und hierfür insgesamt rund eine Milliarde Euro bereitzustellen. Damit solle der Sport im Land nachhaltig und flächendeckend gefördert werden.

Auch die Unterstützung durch prominente Persönlichkeiten werde als wichtiger Baustein der Bewerbung hervorgehoben. Ihre Erfahrung und Glaubwürdigkeit sollten dazu beitragen, das Vorhaben weiter voranzubringen. Besonders hervorgehoben worden sei zudem die breite demokratische Beteiligung: Noch nie hätten so viele Menschen direkt darüber abstimmen können, ob Olympische und Paralympische Spiele stattfinden sollen. Die Entscheidung liege nun bei der Bevölkerung, deren Zustimmung ein neues Kapitel olympischer Geschichte eröffnen könne.

Aus Sicht der Stadt Köln werde die Region als starkes Team auftreten, mit Köln in einer koordinierenden Rolle. Die Spiele könnten langfristige positive Effekte entfalten, den Spitzen- wie den Breitensport stärken, Inklusion fördern und wirtschaftliche Impulse sowie Investitionen in die Infrastruktur auslösen. Ziel sei es, die Bürgerinnen und Bürger weiterhin sachlich zu informieren und zu überzeugen, um mit einem klaren Votum die Grundlage für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr zu schaffen.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/Veröffentlicht am 19.01.2026

Written by Nima

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