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Neue Zugangsregeln für die Ehrenamtskarte NRW

Ehrenamt
©Coloures-Pic/stock.adobe.com

Am 18. Dezember 2025 brachten die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen den Antrag „Ehrenamt – Ehrensache!“ ein, der auch angenommen wurde. Die Landesregierung begrüßt diesen Beschluss und wird die Voraussetzungen für die Ehrenamtskarte NRW senken: Künftig sollen statt 250 nur noch 200 Stunden ehrenamtliches Engagement pro Jahr erforderlich sein – alternativ sinkt der Richtwert von 5 auf 4 Stunden pro Woche.

Zusätzlich bleibt eine Aufwandsentschädigung weiterhin möglich, solange sie die steuerlichen Freibeträge nicht überschreitet. Dabei gilt die Ehrenamtspauschale bis 960 Euro, die Übungsleiterpauschale bis 3.300 Euro.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, erklärte, ehrenamtliches Engagement sei ein zentraler Stützpfeiler der Gesellschaft. Menschen, die sich für andere einsetzen, verdienten Anerkennung. Durch die niedrigeren Zugangshürden werde das Ehrenamt gezielt gestärkt. Ziel sei es, mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen und vorhandenes Engagement dauerhaft zu fördern.

Mit der Anpassung sollen künftig mehr Engagierte eine sichtbare Würdigung für ihren Einsatz für das Gemeinwohl erhalten. Nordrhein-Westfalen unterstreicht damit die Wertschätzung für freiwillige Arbeit. Ehrenamtliche Tätigkeiten finden heute in sehr unterschiedlichen Lebenslagen statt – oft flexibel, projektbezogen und parallel zu Familie, Beruf oder Ausbildung. Die neuen Kriterien tragen dieser Entwicklung Rechnung und erweitern den Kreis derjenigen, die die Ehrenamtskarte beantragen können.

Kommunen, Vereine und Organisationen werden gebeten, die Änderungen aktiv weiterzugeben und Ehrenamtliche auf die Möglichkeit der Antragstellung aufmerksam zu machen.

Die Ehrenamtskarte NRW kombiniert Anerkennung mit konkreten Vorteilen: Inhaberinnen und Inhaber profitieren landesweit von rund 5.000 Vergünstigungen bei Unternehmen und Einrichtungen. Dazu zählen unter anderem ermäßigte Eintritte in Schwimmbäder und Museen, Preisnachlässe für Theater- und Musikveranstaltungen sowie reduzierte Gebühren für VHS-Kurse. Auch viele Einzelhändler, Kinos und Sportstätten bieten Rabatte an. Inzwischen wurden mehr als 80.000 besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Karte ausgezeichnet.

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Das Gemeinschaftsprojekt Ehrenamtskarte NRW besteht seit 2008. Seitdem bedanken sich das Land Nordrhein-Westfalen sowie Kommunen und Kreise mit diesem Angebot bei besonders engagierten Menschen. Aktuell beteiligen sich 335 Städte und Gemeinden an der Ausgabe dieser Anerkennung.

Weitere Informationen gibt es auf engagiert-in-nrw.de.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/Veröffentlicht am 26.01.2026

Written by Nima

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