Seit nunmehr fünf Jahren begleitet das Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ die Kommunen dabei, allen Kindern und Jugendlichen gleiche Möglichkeiten für ein gesundes Aufwachsen, für Bildung und für gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen.
Zum fünften Jubiläum besucht Familienministerin Josefine Paul am Mittwoch, 20. August 2025, die Städte Krefeld und Oberhausen sowie am Donnerstag, 21. August 2025, die Stadt Detmold und den Kreis Lippe. Dort verschafft sie sich einen Überblick über die kommunalen Strategien, die zur Prävention von Kinderarmut entwickelt wurden.
Die Ministerin betonte, dass Prävention und die Förderung eines gesunden Aufwachsens für alle Kinder und Jugendlichen zu den Kernaufgaben der Landesregierung gehörten. Das Land stelle 2025 rund 15 Millionen Euro zur Verfügung, um präventive Ansätze in den Kommunen zu stärken und Familien möglichst niedrigschwellig zu begleiten. Zudem hob sie hervor, dass das Programm inzwischen auch anderen Bundesländern als Vorbild diene, wenn es darum gehe, kommunale Präventionsketten aufzubauen und weiterzuentwickeln. Sie machte außerdem deutlich, dass das Leben von Familien vor allem in den Kommunen stattfinde und sie sich deshalb darauf freue, die Projekte vor Ort persönlich kennenzulernen.
Das Landesprogramm verfolgt das Ziel, die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Aufwachsen zu verbessern. Da nicht alle jungen Menschen mit denselben Startchancen ins Leben gehen, veröffentlichte die Landesregierung bereits 2020 den ersten Förderaufruf. Seitdem stehen allen Kommunen in Nordrhein-Westfalen finanzielle Mittel zur Verfügung, um den Folgen von Kinder- und Jugendarmut wirksam zu begegnen.
Vor Ort trägt „kinderstark“ dazu bei, verschiedene Bereiche wie Gesundheit, Bildung, Jugendhilfe, Integration, Stadtentwicklung und Soziales enger miteinander zu verzahnen. Mithilfe sogenannter Kommunaler Präventionsketten werden Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und Familien erkannt und entsprechende Angebote geschaffen. So können passgenaue Hilfen – von der Schwangerschaft bis zum Übergang in das Berufsleben – frühzeitig und nachhaltig umgesetzt werden.
Während sich 2020 noch 64 Jugendamtskommunen am Programm beteiligten, sind es im Jahr 2025 bereits 138. Diese Dynamik hängt auch damit zusammen, dass die Kommunen bei der Ausgestaltung vor Ort große Spielräume erhalten. Da die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sehr unterschiedlich sind, können die Präventionsketten individuell an die jeweilige Situation angepasst werden. Möglich sind dadurch auch innovative Ansätze, die zuvor kaum verbreitet waren – wie etwa Familiengrundschulzentren oder Lotsendienste in Geburtskliniken und Arztpraxen.
Zusätzlich finanziert das Land ein Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramm, das über die Landesjugendämter organisiert wird. Bestandteil ist ein interkommunaler Fachaustausch, in den die bisherigen Erfahrungen beim Aufbau der Präventionsketten einfließen.
Das Programm ist bereits fest in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen. Das Ministerium für Kinder und Jugend wird „kinderstark – NRW schafft Chancen“ auch im Jahr 2026 weiterführen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/ Veröffentlicht am 19.08.2025


