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Fachtag in NRW: Kinderschutz braucht Kinderbeteiligung und starke Netzwerke

Kinder schützen
©nickshot/stock.adobe.com

Kinder müssen bei Fragen des Kinderschutzes und der Wahrung ihrer Rechte stärker einbezogen werden. Darauf lag ein besonderer Schwerpunkt beim gemeinsamen Fachtag der Landesjugendämter und des nordrhein-westfälischen Familienministeriums. Unter dem Motto „Netzwerkarbeit weiterdenken – (inter-)nationale Perspektiven und Beteiligung im Kinderschutz“ kamen am 23. Juni 2026 rund 150 Fachleute zusammen.

Teilgenommen haben vor allem Personen, die auf kommunaler Ebene Netzwerke im Kinderschutz koordinieren. Hinzu kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis sowie Betroffene von Gewalt, die ihre Erfahrungen als Expertinnen und Experten einbrachten. Eingeladen hatten die Landesjugendämter der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland gemeinsam mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration.

In Nordrhein-Westfalen sind Netzwerke im Kinderschutz inzwischen flächendeckend aufgebaut. Beim Fachtag ging es deshalb nicht nur um den aktuellen Stand, sondern auch darum, aus Erfahrungen anderer Regionen und Länder zu lernen. Ein zentrales Thema war dabei die Frage, wie Kinder in konkreten Schutzverfahren besser beteiligt werden können. Dieses Thema betrifft unterschiedliche Berufsgruppen und Arbeitsfelder gleichermaßen und steht eng mit der Frage zusammen, wie Kinderrechte und Kinderschutz zusammen gedacht werden können.

Kinder- und Jugendministerin Verena Schäffer betonte, dass eine besondere Stärke des Landeskinderschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen der konsequent kinderrechtsbasierte Ansatz sei. Kinderschutz und Kinderrechte müssten gemeinsam betrachtet werden, weil Kinder nicht nur Schutzobjekte, sondern auch eigenständige Personen mit Rechten seien. Gerade die schweren Kinderschutzfälle in Lügde, Bergisch Gladbach und Münster hätten deutlich gemacht, wie wichtig das Recht junger Menschen auf Beteiligung für einen wirksamen Kinderschutz ist.

Zugleich machte Schäffer deutlich, dass in diesem Bereich weiterhin viel zu tun bleibt. Die Beteiligung von Kindern müsse in der gesamten Verantwortungsgemeinschaft weiter gestärkt werden. Das Land setze sich deshalb dafür ein, dass Kinder und Jugendliche gleiche Chancen und echte Teilhabe erfahren und auch bei politischen Entscheidungsprozessen aktiv eingebunden werden.

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Auch aus Sicht der Landesjugendämter ist der fachliche Austausch ein wichtiger Baustein für guten Kinderschutz. LWL-Jugenddezernentin Birgit Westers erklärte, dass die Netzwerkkoordinierenden voneinander lernen müssten, um ihre Arbeit in den Kommunen weiterentwickeln zu können. LVR-Jugenddezernent Knut Dannat verwies darauf, dass die Landesjugendämter diese Arbeit unter anderem durch Beratung und Fortbildung unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag für einen gut aufgestellten Kinderschutz in ganz Nordrhein-Westfalen leisten.

Der Fachtag war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art und knüpfte an Treffen aus den Jahren 2023 und 2025 an. Ziel bleibt der fortlaufende Austausch über die praktische Umsetzung und Weiterentwicklung der im Landeskinderschutzgesetz festgeschriebenen Netzwerke. Das Gesetz besteht seit 2022 und weist den Netzwerken eine zentrale Rolle zu. Durch abgestimmte Verfahren, qualifizierte Fachkräfte und bessere Information der Öffentlichkeit sollen Gefährdungen von Kindern früher erkannt und schneller bearbeitet werden.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung vonLnd NRW/Veröffentlicht am 23.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Written by Nima

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