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Eigentümergemeinschaften in NRW: So gelingt eine gute Zusammenarbeit

Mehrfamilienhäuser
© detailfoto / stock.adobe.com

Neben dem eigenen Haus ist eine Eigentumswohnung der Traum vieler Deutschen. Doch während man beim eigenen Haus in allen Entscheidungen völlig frei ist, sieht es bei Eigentumswohnungen etwas anders aus. Hier muss man sich zwangsläufig mit den Eigentümern der anderen Wohnungen im Objekt arrangieren. Damit das möglichst gut gelingt, gilt es einiges zu beachten.

Die Grundlage bildet das Wohnungseigentumsgesetz

Das Wohnungseigentumsgesetz regelt das Zusammenleben und die Verwaltung von Eigentumswohnungen in ganz Deutschland. Doch gerade in einem dicht besiedelten Bundesland wie Nordrhein-Westfalen kommt der Eigentümergemeinschaft eine besondere Bedeutung zu. Wo viele unterschiedliche Charaktere und finanzielle Möglichkeiten aufeinandertreffen, ist Konfliktpotenzial durchaus gegeben. Ein harmonisches Miteinander ist jedoch unbedingt erforderlich, damit der Wert der Immobilie langfristig erhalten werden kann und alle Beteiligten zufrieden in ihren Wohnungen leben können.

Es gilt also für alle, die gesetzlichen Vorgaben und die Regelwerke innerhalb der Eigentümergemeinschaft zu beachten. Dafür bilden die sogenannte Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung das rechtliche Fundament. Die Teilungserklärung ist eine vom Eigentümer eines Grundstücks gegenüber dem Grundbuchamt abgegebene Erklärung über die Teilung des Grundstückes in Miteigentumsanteile, die auch das Sondereigentum an einzelnen Wohnungen betreffen.

Wichtig zu wissen: In Nordrhein-Westfalen, wo es neben modernen Neubauten auch viele ältere Bestandsimmobilien gibt, weisen die erwähnten Dokumente oft historische Besonderheiten auf. Aus ihnen geht hervor, welche Gebäudeteile zum Sondereigentum des Einzelnen gehören und was als Gemeinschaftseigentum deklariert ist. Diese Aufteilung zu verstehen, verhindert Missverständnisse von vornherein. Bei Unklarheiten kann ein Experte, etwa ein Sachverständiger oder ein auf Immobilienrecht spezialisierter Anwalt, helfen. Durch die WEG-Reform wurden zudem die Befugnisse von Eigentümergemeinschaften gestärkt und Beschlussfassungen vereinfacht, das erleichtert die Handhabung im Alltag deutlich.

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Immer wichtig: Austausch und Kommunikation!

Grundsätzlich gilt: Regelmäßiger Austausch und eine gute Kommunikation bilden die Basis für das Vertrauen innerhalb der Eigentümergemeinschaft. Probleme entstehen häufig nicht durch bestimmte Sachverhalte an sich, sondern durch das Gefühl einzelner Mitglieder, übergangen oder unzureichend informiert zu werden. Regelmäßiger Austausch, z. B. im Rahmen der jährlichen Eigentümerversammlungen, kann hier Abhilfe schaffen.

Darüber hinaus stehen heutzutage diverse Kommunikationswege zur Verfügung, etwa digitale Eigentümerportale und entsprechende Plattformen im Netz, Apps auf dem Smartphone etc. Aber auch das gute alte schwarze Brett am Hauseingang leistet immer noch sehr gute Dienste zur Kommunikation innerhalb der Eigentümergemeinschaft. Schließlich steigt die Bereitschaft, Entscheidungen zu Sanierungsmaßnahmen, Kostensteigerungen etc. mitzutragen, wenn die entsprechenden Infos frühzeitig und nachvollziehbar kommuniziert werden.

Eine professionelle Hausverwaltung erleichtert vieles

Für Eigentümer spielt neben der Marktentwicklung auch die professionelle Verwaltung von Immobilien eine wichtige Rolle. Informationen rund um das Thema moderne Hausverwaltung in Köln oder anderen Großstädten bieten einen Einblick in aktuelle Anforderungen und Entwicklungen der Immobilienverwaltung.

Eine professionelle Hausverwaltung ist gewissermaßen das neutrale Bindeglied zwischen den Eigentümern und somit für das reibungslose Funktionieren der Gemeinschaft unverzichtbar. Im Zuge der gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre haben Eigentümer in NRW einen Anspruch auf eine zertifizierte Verwaltung, das hat die Qualitätsstandards in der Branche spürbar verbessert. Doch wodurch zeichnet sich ein kompetenter Verwalter aus?

Er sollte nicht nur profundes Fachwissen im Immobilienrecht und Finanzwesen besitzen, auch diplomatisches Geschick bei Unstimmigkeiten spielt eine wichtige Rolle. Die Verwaltung übernimmt die ungeliebten, aber notwendigen Aufgaben für die Eigentümergemeinschaft, z. B. die Erstellung von Abrechnungen, Organisation von Handwerkern und die rechtlich einwandfreie Durchführung der erforderlichen Eigentümerversammlung. Durch diese neutrale Instanz können persönliche Emotionen aus den geschäftlichen Entscheidungen herausgehalten werden, das entlastet die Zusammenarbeit unter den Eigentümern mitunter erheblich.

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Umgang mit Konflikten innerhalb der Eigentümergemeinschaft

Allerdings lassen sich selbst in den besten Gemeinschaften Meinungsverschiedenheiten nicht immer vermeiden. Entscheidend ist die Art und Weise, wie mit diesen Konflikten umgegangen wird. Hier gilt: Wer möglichst ernsthaft und frühzeitig nach Kompromissen sucht, erhöht die Chancen auf eine gütliche Einigung beträchtlich. Klappt dies nicht, kann eine externe Mediation sinnvoll sein, damit lassen sich u. U. auch langwierige und teure Gerichtsverfahren verhindern. Das gilt insbesondere bei Entscheidungen, die mit hohen Investitionen verbunden sind.

Gerade in Nordrhein-Westfalen stehen in den letzten Jahren viele Gemeinschaften vor diversen Herausforderungen. Aufgrund des in vielen Gegenden recht alten Baubestands sind energetische Sanierungen, der Einbau moderner Heizungssysteme und Ähnliches vielfach vonnöten. Solche Großprojekte gelingen jedoch nur, wenn die Gemeinschaft trotz unterschiedlicher persönlicher und finanzieller Voraussetzungen an einem Strang zieht und den langfristigen Werterhalt der Immobilie über die jeweiligen Eigeninteressen stellt. Eine Zusammenarbeit mit Experten wie Sachverständigen oder dem erwähnten Mediator kann hier sehr hilfreich sein.

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