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Museumstour durch Köln: Die wichtigsten Locations

Schokoladenbrunnen im legendären Schokoladenmuseum in Köln
© Martin Debus / stock.adobe.com

Die „heilige Stadt“ Köln ist weit mehr als nur der weltbekannte Dom und der ebensolche Karneval. Die Rheinmetropole präsentiert sich auch als ideales Ziel für Kulturbegeisterte und Kunstinteressierte. Mit einer bemerkenswerten Vielfalt an Museen bietet die Stadt tiefgehende Einblicke in unterschiedlichste Epochen der Zeitgeschichte. Das Spektrum reicht dabei von weltberühmten Kunstsammlungen und Zeugnissen der antiken römischen Stadtgeschichte über zeitgenössische Ausstellungen bis hin zu populären Themen der Neuzeit wie etwa der Schokoladenherstellung.


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In der folgenden Übersicht präsentieren wir ausgewählte Häuser aus den unterschiedlichsten Bereichen und möchten damit Anregungen für eine spannende Museumstour in der Domstadt geben.

Käthe-Kollwitz-Museum

Die Kreissparkasse Köln gründete 1985 anlässlich des 40. Todestages der international bekannten Künstlerin das gleichnamige Käthe-Kollwitz-Museum. Das Museum befindet sich direkt über der Filiale der Kreissparkasse und ist das weltweit erste Käthe-Kollwitz Museum. Hier erhält man einen reichhaltigen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Neben einer kompletten Sammlung ihrer entworfenen Plakate wie „Nie wieder Krieg“ und „Nieder mit den Abtreibungsparagraphen“ gibt es hier auch einen Einblick in ihre Tätigkeit als Bildhauerin.

Museum Ludwig

Das zwischen Wallraf-Richartz-Museum und dem Römisch-Germanischen-Museum im Schatten des Doms gelegene Museum Ludwig beherbergt eine international bedeutende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Diese umfasst bedeutende Werke des Expressionismus und der Malerei der zwanziger Jahre in Deutschland. Hier fehlen weder Bilder der Mitglieder der Künstlervereinigung „Die Brücke“, der etwa Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Max Pechstein angehörten, noch der Gruppe „Der Blaue Reiter“, die mit Werken Franz Marcs, August Mackes, Wassily Kandinskys und Alexej von Jawlensky vertreten ist. Ein weiterer Teil der Sammlung ist der Pop Art gewidmet, wo unter anderem Arbeiten von Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Jasper Johns und George Segals gezeigt werden.

Deutsches Sport- und Olympiamuseum

Das Deutsche Sport- und Olympiamuseum befindet sich in einer ehemaligen Zollhalle aus dem 19. Jahrhundert im Kölner Rheinauhafen. Auf ca. 2.000 Quadratmetern finden sich Exponate wie ein Helm von Michael Schumacher, ein Schläger von Boris Becker sowie der Skiausrüstung von Rosi Mittermaier. Das Museum zeigt 2.500 Jahre Sport von der Antike bis zur Gegenwart

Wallraf-Richartz-Museum

Im Wallraf-Richartz Museum befindet sich die weltweit größte Sammlung mittelalterlicher Kunst. Sie beinhaltet nicht nur eine beträchtliche Auswahl mittelalterlicher Gemälde mit Werken aus der Kölner Malschule von 1300-1550, sondern auch eine Barockabteilung mit Hauptwerken von Rubens und Rembrandt. Die Abteilung des 19. Jahrhunderts zeigt Gemälde und Skulpturen der Romantik, des Realismus und des Impressionismus.

Zeughaus / Kölnisches Stadtmuseum

Im 1606 im Stil der niederländischen Renaissance vollendeten Zeughaus befindet sich seit dem Zweiten Weltkrieg das Historische Museum der Stadt Köln. Es stellt die geschichtliche Entwicklung der Stadt Köln sowie seiner Bürger vom Mittelalter bis zur Gegenwart dar. Die 5.000 Exponate, z. B. das gotische Stadtsiegel von 1268, ein Stadtmodell, Ritterrüstungen und den von dem Kölner Nicolas Agust Otto erfundenen Ottomotor, werden auf einer Ausstellungsfläche von rund 2.000 Quadratmetern präsentiert.

Brauereimuseum

Wer erfahren möchte, wie das Bier in Köln um 1900 gebraut wurde, der darf sich das Brauereimuseum nicht entgehen lassen. Achtung: Führungen sind nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich. Diese finden jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat statt, Führungsbeginn ist jeweils um 11:30 Uhr. Eine Führung dauert etwa eine Stunde. Des Weiteren ist das Brauereimuseum auch ein wunderbarer Ausgangspunkt für eine zünftige Brauhaustour durch Köln, am besten mit guten Freunden!

Schokoladenmuseum

Das Schokoladenmuseum ist eines der meistbesuchten Museen Kölns und stellt auf weltweit einzigartige Art und Weise die Geschichte der Kakaobohne von der Götterspeise der Azteken bis heute dar. Besucher werden anhand von Exponaten, Bildern und Texten über alles Wissenswerte rund um die Kakaobohne aufgeklärt. Anbau, Bedeutung, Heimat, Ernte und Produktion werden in den geschichtlichen, industriellen und kulturellen Zusammenhang gestellt. Die live dargestellte Produktion von Hohlfiguren, Trüffeln und Tafelschokolade sowie das begehbare Tropenhaus, in dem die Kakaobohne in tropischem Klima wächst, zählen zu den Highlights des Museums.

NS-Dokumentationszentrum

Das NS-Dokumentationszentrum wurde 1987 vom Rat der Stadt Köln beschlossen und hat seit 1988 seinen Sitz im EL-DE-Haus. Dort befand sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo (Geheime Staatspolizei). Der Name (gesprochen „L-D-Haus“) geht zurück auf die Initialen seines Bauherrn, des Kaufmanns Leopold Dahmen, der das Haus bereits im Rohbau an die Gestapo vermietete, die es für ihre Zwecke umbaute. Im Keller sind zehn Gefängniszellen eingebaut, auf deren Wänden noch heute eindrucksvolle und erschütternde Zeugnisse für Folter, Qualen und Todesängste, aber auch für den Kampfgeist der Gefangenen erhalten sind.

Das NS-Dokumentationszentrum widmet sich mithin als Gedenkstätte sowie Lern- und Forschungsort in einem dem Gedenken, Erforschen und Vermitteln der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus. Es ist das „etwas andere“ Museum Kölns, welches an die dunkelste Zeit der Geschichte der Stadt erinnert.

Written by NRW Lokal Redaktion

Kai ist 57 Jahre alt und arbeitet als Publisher und Journalist. Seine Freizeit verbringt er gerne mit Reisen, Lesen und Sport. Außerdem interessiert er sich intensiv für Politik und aktuelle gesellschaftliche Themen.

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