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NRW testet eigene KI für Finanzverwaltung

Steuererklärung für Finanzamt
©Wolfilser/stock.adobe.com

Nordrhein-Westfalen treibt die Digitalisierung seiner Finanzverwaltung weiter voran. Mit FinAssist.NRW startet das Land den Praxistest einer eigenen KI-Plattform, die im Rechenzentrum der Finanzverwaltung entwickelt und betrieben wird.


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Seit Juni 2026 erproben die Finanzämter Solingen, Oberhausen-Nord und Gütersloh den Chatbot unter realen Bedingungen. In dieser Woche beginnt der Testlauf außerdem im Ministerium der Finanzen. Die Erfahrungen aus der Praxis sollen direkt in die Weiterentwicklung der Anwendung und in die schrittweise Ausweitung des Tests einfließen.

Eigene KI-Lösung für mehr digitale Souveränität

Mit FinAssist.NRW setzt die Finanzverwaltung bewusst auf digitale Eigenständigkeit. Statt sich ausschließlich auf externe KI-Angebote zu stützen, bei denen Kontrolle über Daten und Verarbeitungsprozesse begrenzt sein kann, entwickelt Nordrhein-Westfalen eine Lösung für die besonderen Anforderungen der Steuer- und Finanzverwaltung.

Ein Schwerpunkt liegt auf frei verfügbarer Software und offenen Standards. Die IT-Fachleute des Rechenzentrums passen diese gezielt an die Bedürfnisse der Finanzverwaltung an. So soll ein modulares und souveränes System entstehen.

Ziel ist es, die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz zu nutzen und gleichzeitig hohe Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und staatliche Handlungsfähigkeit einzuhalten.

Optendrenk: KI muss sicher und praxistauglich sein

Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk betonte, Künstliche Intelligenz biete große Chancen für eine moderne öffentliche Verwaltung. Entscheidend sei jedoch, dass die eingesetzten Werkzeuge sowohl sicher als auch praxistauglich seien.

Die Finanzverwaltung verfolge deshalb eine Multi-Vendor-Strategie und bleibe technologisch offen. Mehr als 30.000 Beschäftigte hätten bereits frühzeitig die Möglichkeit erhalten, KI im Arbeitsalltag für unkritische Anwendungsfälle zu nutzen und ihre Fähigkeiten im Prompting auszubauen.

Für sensible Daten entwickle die Finanzverwaltung dagegen eigene passgenaue Werkzeuge. Die Verantwortung müsse weiterhin beim Menschen liegen, während KI lediglich bei Routineaufgaben unterstütze. Auf diese Weise wolle Nordrhein-Westfalen technologische Offenheit mit Verantwortung verbinden und Innovation schnell in die Praxis bringen.

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FinAssist.NRW unterstützt bei Routineaufgaben

FinAssist.NRW soll Beschäftigte künftig bei verschiedenen Aufgaben im Arbeitsalltag entlasten. Die Anwendung kann interne Dokumente analysieren und zusammenfassen, Textentwürfe erstellen, E-Mail-Verläufe strukturieren und Aufgabenlisten ableiten.

Darüber hinaus bietet die KI-Lösung Funktionen zur Transkription gesprochener Sprache. Auch eine automatisierte Texterkennung aus Dokumenten und handschriftlichen Notizen ist vorgesehen.

Sensible Daten bleiben in staatlicher Hand

Ein zentraler Vorteil von FinAssist.NRW liegt in der technischen Architektur. Die Anwendung wird vollständig auf den Servern des eigenen Rechenzentrums der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung betrieben.

Dadurch können auch personenbezogene Daten, interne Informationen und Steuerdaten datenschutzkonform verarbeitet werden. Die Daten verlassen den geschützten Bereich der Finanzverwaltung nicht. Außerdem werden sie nicht zum Training von KI-Modellen genutzt.

Die Finanzverwaltung behält damit jederzeit die vollständige Datensouveränität.

Minister Dr. Optendrenk erklärte, gerade beim Einsatz von KI durch staatliche Stellen sei Vertrauen entscheidend. Bürgerinnen und Bürger müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Daten in der Finanzverwaltung sicher seien. Gleichzeitig hätten sie Anspruch auf einen modernen und leistungsfähigen Service. Künstliche Intelligenz könne dabei ein wirksames Instrument sein.

Workshops begleiten den Teststart

Zum Beginn der Testphase fanden in den drei beteiligten Finanzämtern Workshops zum praktischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz statt. Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungsfälle, Regeln für den Umgang mit dienstlichen Informationen und die effektive Nutzung der neuen Technologie.

Nach einer erfolgreichen Auswertung sollen im Laufe des Jahres weitere Finanzämter und Behörden in den Praxistest einbezogen werden.

Parallel baut die Finanzverwaltung die technische Infrastruktur weiter aus. Dazu gehört auch zusätzliche leistungsfähige KI-Hardware am Standort des neuen Rechenzentrums in Kaarst bei Düsseldorf.

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Mit FinAssist.NRW geht Nordrhein-Westfalen einen weiteren Schritt hin zu einer modernen, leistungsfähigen und sicheren Verwaltung im digitalen Zeitalter.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/Veröffentlicht am 27.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Written by Nima

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