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Unwetter in Spanien und Portugal führt zu schweren Überschwemmungen

Transparenzhinweis: Text KI-gestützt, Bild KI-erstellt

Innerhalb weniger Tage hat sich die Wetterlage auf der Iberischen Halbinsel erneut zugespitzt. Nach den bereits zuvor stark durchnässten Böden und aufgefüllten Flussläufen trifft mit dem Atlantiktief „Leonardo“ ein weiteres Unwettersystem auf Spanien und Portugal. Im Süden Spaniens führen anhaltender Starkregen und Sturmböen lokal zu Überschwemmungen, Evakuierungen und erheblichen Einschränkungen im Verkehr. Auch in Portugal steigt in mehreren Regionen das Risiko für Hochwasser, während vielerorts noch Aufräumarbeiten nach den vorherigen Stürmen laufen.

Atlantiktief „Leonardo“: Warum die Lage so brisant ist

„Leonardo“ bringt nicht nur kräftige Niederschläge, sondern trifft auf eine Ausgangslage, die die Folgen verschärft: Der Boden kann vielerorts kaum noch Wasser aufnehmen, Rückhaltebecken und Flüsse reagieren schneller, und in bergigen Regionen steigt die Gefahr von Sturzfluten und Erdrutschen. Meteorologen hatten bereits zu Wochenbeginn auf eine Phase mit außergewöhnlich intensiven und teils sehr lang anhaltenden Regenfällen hingewiesen. In Spanien wurden für besonders exponierte Gebiete in Andalusien Warnstufen bis hin zu Rot ausgegeben, weil in kurzer Zeit Regenmengen möglich sind, die sonst über deutlich längere Zeiträume fallen.

Auch die Begleiterscheinungen spielen eine Rolle. Starker Wind erschwert Sicherungsarbeiten und kann Infrastruktur beschädigen, während hoher Wellengang an Küsten die Lage zusätzlich anspannt. In Summe entsteht ein Mehrfachrisiko, bei dem sich Starkregen, Wind und hydrologische Effekte gegenseitig verstärken.

Spanien: Andalusien besonders betroffen

Extremwarnungen und außergewöhnliche Regenmengen

In Spanien konzentriert sich die kritischste Situation auf Andalusien. Für Teile der Provinzen Cádiz und Málaga galten am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, die höchsten Warnstufen wegen ergiebigen und teils extremen Starkregens. In einigen Regionen wurden innerhalb eines Tages Regenmengen gemeldet, die die Hochwassergefahr deutlich erhöhen. Besonders bekannt für sehr hohe Niederschläge ist die Sierra de Grazalema; dort wurden in der laufenden Lage binnen 24 Stunden außergewöhnlich hohe Summen registriert, was die Gefahr von Sturzfluten in kleineren Einzugsgebieten zusätzlich steigert.

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Evakuierungen, Schulschließungen und Verkehrsstörungen

Die Behörden reagierten in mehreren Gemeinden mit präventiven Evakuierungen aus überschwemmungsgefährdeten Bereichen. In Andalusien wurden zudem Schulen geschlossen, um Risiken auf dem Schulweg und in betroffenen Gebäuden zu vermeiden. Parallel kam es zu teils massiven Einschränkungen im Verkehr: Straßen wurden wegen Überflutungen und Erdrutschen gesperrt, und auch der Bahnverkehr war regional unterbrochen. In Medienberichten war von Tausenden evakuierten Personen sowie von einer hohen Zahl gemeldeter Zwischenfälle die Rede, die von überfluteten Unterführungen bis zu umgestürzten Bäumen reichten.

Hydrologische Risiken: Flüsse, Nebenläufe und Erdrutsche

Mit anhaltendem Regen steigt das Risiko nicht nur in großen Flusssystemen, sondern auch in kleineren Bächen und temporären Wasserläufen. Gerade in hügeligen und bergigen Regionen können sich Wassermassen schnell sammeln und in kurzer Zeit in Ortschaften abfließen. Zusätzlich erhöht durchfeuchteter Boden die Wahrscheinlichkeit von Hangrutschungen, die wiederum Straßenverbindungen kappen und Rettungswege erschweren können. Entsprechend standen vielerorts nicht nur die Küsten und große Flüsse im Fokus, sondern auch Engstellen in Tälern, Brückenbereiche und bekannte Gefahrenpunkte an Hängen.

Portugal: Neue Überschwemmungen während laufender Aufräumarbeiten

Auch in Portugal sorgt „Leonardo“ für erhebliche Belastungen. Berichte schildern neue Überflutungen, durch die teils Ortschaften abgeschnitten wurden. Dazu kommen Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr, unter anderem durch Erdrutsche und umgestürzte Bäume. Die Lage gilt als besonders anspruchsvoll, weil vielerorts die Aufräumarbeiten nach den vorherigen Unwettern noch nicht abgeschlossen sind und die Infrastruktur teilweise bereits vorgeschädigt ist.

Ein zusätzlicher Stressfaktor ist die maritime Komponente: Kräftiger Wind und hoher Wellengang können Küstenabschnitte gefährden und Häfen oder Uferpromenaden beeinträchtigen. In Kombination mit hoher Bodenfeuchte im Hinterland entsteht so eine Situation, in der gleichzeitig mehrere Bereiche der Gefahrenabwehr gefordert sind.

Wetterausblick: Entspannung erst schrittweise

Nach Einschätzung der spanischen Wetterbehörde soll sich „Leonardo“ zwar ab Freitag, dem 6. Februar 2026, allmählich abschwächen. Zugleich wurde jedoch darauf hingewiesen, dass sich die atlantisch geprägte Wetterlage fortsetzen kann und bereits für Samstag, den 7. Februar 2026, eine weitere Störung mit erneuter Intensivierung von Regen und Wind möglich ist. Das bedeutet: Selbst wenn die stärksten Niederschläge nachlassen, bleibt die Hochwassergefahr wegen hoher Pegelstände und nachlaufender Abflüsse zunächst bestehen. Häufig treten die größten Probleme an Flüssen zeitversetzt auf, wenn Wasser aus Oberläufen und Zuflüssen in die Hauptflüsse gelangt.

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Einordnung: Warum Winterunwetter zunehmend „Kettenreaktionen“ auslösen

Die aktuelle Entwicklung zeigt ein Muster, das Einsatzkräfte und Behörden besonders fordert: nicht ein einzelnes Extremereignis, sondern mehrere Unwetter hintereinander. Solche „Unwetterketten“ erhöhen die Schäden, weil Böden gesättigt bleiben, Schutzmaßnahmen schneller an Grenzen stoßen und Reparaturen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden können. Für die betroffenen Regionen bedeutet das oft, dass nach dem ersten Ereignis kaum Zeit zur Stabilisierung bleibt, bevor die nächste Belastung einsetzt.

Auf der Iberischen Halbinsel kommt hinzu, dass stark variierende Niederschlagsverteilung lokale Hotspots erzeugen kann: Während manche Gebiete vergleichsweise glimpflich davonkommen, können wenige Kilometer weiter enorme Regenmengen fallen. Genau diese räumliche Ungleichverteilung macht Prognosen und Warnungen zwar präziser als früher, aber die praktische Bewältigung vor Ort bleibt komplex.

Fazit

Das Atlantiktief „Leonardo“ hat Spanien und Portugal Anfang Februar 2026 mit Starkregen, Sturmböen und lokalen Überschwemmungen erneut schwer getroffen. Besonders in Andalusien führten extreme Niederschläge zu Evakuierungen, Schulschließungen und massiven Einschränkungen im Verkehrsnetz. In Portugal verschärft die neue Unwetterlage die Situation, während vielerorts noch die Folgen vorheriger Stürme beseitigt werden. Auch wenn für die kommenden Tage eine schrittweise Abschwächung erwartet wird, bleibt die Lage angespannt, da weitere Störungen und ein verzögert reagierendes Hochwassersystem die Risiken über den unmittelbaren Regen hinaus verlängern können.

Quellen

https://www.europapress.es/sociedad/

https://www.eldiario.es/sociedad/

https://www.lamoncloa.gob.es/serviciosdeprensa/notasprensa/interior/

https://www.aemet.es/

https://www.ipma.pt/

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