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Nach ukrainischen Angaben setzte Russland am 13. Mai 2026 tagsüber eine sehr große Anzahl von Drohnen ein, verteilt über zahlreiche Regionen. Selenskyj bezifferte die Zahl der eingesetzten Drohnen in öffentlichen Mitteilungen auf mindestens 800 und ordnete den Angriff als Versuch ein, die Luftverteidigung zu überlasten. Internationale Agenturberichte griffen diese Angaben auf und beschrieben einen lang andauernden Tagesangriff, der sich nicht auf einzelne Frontabschnitte beschränkte, sondern weite Teile des Landes betraf.
Auch aus ukrainischen Militärkanälen wurden am selben Tag detailliertere Zahlen genannt: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte veröffentlichte Angaben, wonach zwischen 08:00 und 18:30 Uhr 753 Drohnen verschiedener Typen eingesetzt worden seien. In dieser Darstellung wurde zugleich betont, dass zusätzlich zur Tageswelle in der vorangegangenen Nacht weitere Drohnenangriffe registriert worden seien und sich die Gesamtzahl über den Tagesverlauf weiter erhöhte. Die Angaben aus Präsidentenkanal und Militärkanälen sind nicht deckungsgleich, bewegen sich jedoch in derselben Größenordnung und stützen die Einschätzung, dass es sich um eine außergewöhnlich umfangreiche Drohnenoperation handelte.
Nacht zum 14. Mai: Kombinierter Angriff mit Drohnen und Raketen
In der Nacht zum 14. Mai 2026 folgte nach ukrainischen Berichten eine weitere groß angelegte Angriffswelle, diesmal kombiniert aus Drohnen und Raketen. In Kyjiw wurden Explosionen gemeldet; der Bürgermeister der Hauptstadt veröffentlichte fortlaufend Informationen zu Verletztenzahlen und Schäden. Parallel dazu berichteten ukrainische Behörden und staatliche Medien über Rettungseinsätze, Brände und Beschädigungen an Gebäuden in mehreren Stadtteilen.
Ukrainische staatliche Stellen gaben am Morgen des 14. Mai zudem an, dass es Todesopfer und zahlreiche Verletzte in Kyjiw gegeben habe. In einzelnen Meldungen wurde die Lage als dynamisch beschrieben, da Rettungs- und Sucharbeiten noch liefen und die Zahl der Betroffenen im Tagesverlauf angepasst werden konnte. Reuters berichtete ebenfalls über den Angriff auf Kyjiw unter Bezug auf die Telegram-Mitteilungen des Bürgermeisters.
Einordnung der Zahlen: Was „mehr als 800 Drohnen“ bedeutet
Die Zahl „mehr als 800“ bezieht sich nach der aktuellen Quellenlage vor allem auf die Gesamtschau der Tageswelle am 13. Mai 2026, wie sie Selenskyj kommunizierte. Militärische Detailangaben aus Kyjiw nennen für einen Teilzeitraum am selben Tag 753 Drohnen; zusätzlich wurden in offiziellen ukrainischen Meldungen weitere Angriffe in angrenzenden Zeitfenstern beschrieben. Damit ergibt sich ein plausibles Bild, dass die Zahl von mindestens 800 Drohnen nicht zwingend nur einen exakt abgegrenzten Zeitblock meint, sondern die Summe mehrerer Wellen über den Tag (und im Übergang zur Nacht) abbilden kann.
Für die Nacht zum 14. Mai verschiebt sich der Schwerpunkt: Hier steht nicht allein die Drohnenzahl im Fokus, sondern die Kombination aus Drohnen und Raketen. Ukrainische Berichte sprechen von einer gemischten Angriffskomposition, was für die Luftverteidigung eine andere Herausforderung darstellt als reine Drohnenwellen. Während Drohnen häufig in großer Zahl eingesetzt werden, um Abwehrkapazitäten zu binden, erhöhen Raketenangriffe – je nach Typ und Flugprofil – den Druck auf die Abwehr durch höhere Geschwindigkeit und kürzere Reaktionszeiten.
Folgen vor Ort: Schwerpunkt Kyjiw, aber Angriffe in vielen Regionen
Die sichtbarsten Folgen der Nacht zum 14. Mai wurden aus Kyjiw gemeldet. Dort berichteten städtische Stellen über Verletzte, Brände und Schäden an Gebäuden. Der Bürgermeister veröffentlichte mehrere Updates mit steigenden Zahlen zu Betroffenen und Hospitalisierungen. Staatliche ukrainische Medien meldeten außerdem, dass die Militärverwaltung der Stadt von einem großangelegten Angriff sprach und Rettungskräfte in mehreren Bezirken im Einsatz waren.
Gleichzeitig deuten die ukrainischen Lagebilder darauf hin, dass die Angriffe nicht nur die Hauptstadt betrafen. Bereits Selenskyj hatte für den 13. Mai eine breite regionale Streuung beschrieben. Der Generalstab verwies zudem auf einen Schwerpunkt der Tageswelle in westlichen Regionen, was darauf hindeutet, dass Russland nicht nur entlang der Front oder in der Hauptstadt Druck ausübt, sondern Luftangriffe gezielt über große Entfernungen verteilt. Für die zivile Infrastruktur bedeutet das eine hohe Belastung, weil Schutzmaßnahmen, Reparaturen und Rettungseinsätze vielerorts parallel organisiert werden müssen.
Warum Russland auf sehr große Drohnenzahlen setzt
Der massive Einsatz von Drohnen ist seit längerem ein prägendes Element des Luftkriegs. Drohnen können in Schwärmen eingesetzt werden, um Abwehrsysteme zu sättigen, Radar- und Flugabwehrressourcen zu binden und Lücken für nachfolgende Angriffe zu suchen. In ukrainischen Stellungnahmen wurde dieses Muster auch für die jüngsten Wellen betont: Der Zweck sei erkennbar, die Luftverteidigung zu überlasten. Die Nacht zum 14. Mai passt in dieses Bild, weil dort zusätzlich Raketen in die Angriffskette integriert wurden.
Zu den unmittelbaren Effekten gehört, dass Luftalarm über viele Stunden aufrechterhalten werden kann und Einsatzkräfte in Bereitschaft bleiben müssen. Bei langen Angriffsdauern steigen zudem Risiken durch Trümmerteile abgeschossener Flugkörper, die in städtischen Gebieten Schäden verursachen können. Gleichzeitig sind Angaben zu Treffern und Abfangquoten in der akuten Phase oft vorläufig, weil Schadenslagen erst gesichert, dokumentiert und ausgewertet werden müssen.
Quellen
https://apnews.com/article/caa36f593f0eb2f853921a4580f9810d
https://apnews.com/article/12b12a7694b6f7df0e1ba971068efc86
https://t.me/s/GeneralStaffZSU?before=38601
https://t.me/s/vitaliy_klitschko/4969
https://www.ukrinform.net/rubric-ato/4123097-one-killed-16-injured-in-massive-overnight-attack-on-kyiv.html
https://www.ukrinform.net/rubric-ato/4123118-air-defense-neutralizes-41-missiles-652-drones-in-massive-overnight-attack-on-ukraine.html
https://uk.marketscreener.com/news/ukrainian-capital-kyiv-under-massive-russian-attack-mayor-says-ce7f5bdcd18ef02d


