Die FH Aachen erhält 60 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur, um den Campus an der Eupener Straße nachhaltig weiterzuentwickeln. Mit der Förderung sichert das Land der Hochschule langfristig wichtige Gebäude, in denen vor allem an Themen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Robotik gearbeitet wird.
Die Mittel stammen aus dem größten Investitionsprogramm in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Insgesamt stehen daraus 2,3 Milliarden Euro für Hochschulen, Forschung, Lehre und Transfer zur Verfügung. An der FH Aachen werden mit dem Geld die Gebäude A, B, C und W auf dem Campus Eupener Straße erworben. Damit wird die Liegenschaft langfristig für die Hochschule gesichert. Künftig wird die FH Aachen über alle sieben Gebäude auf dem rund 50.000 Quadratmeter großen Areal verfügen.
Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreichte am 15. Juni 2026 die Förderzusage an Rektor Prof. Dr. Thomas Ritz und Kanzler Volker Stempel. Sie erklärte, dass das Land mit dem Nordrhein-Westfalen-Plan gezielt in große Zukunftsthemen und in eine moderne Ausstattung der Hochschulen investiere. Exzellente Forschung und Lehre brauchten eine ebenso hochwertige Infrastruktur. Gerade Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Robotik veränderten schon heute alle Lebensbereiche in hohem Tempo. Die Investition werde der FH Aachen helfen, Innovationen bis hin zu marktreifen Produkten weiterzuentwickeln.
Am Standort Eupener Straße befinden sich mit Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften zwei besonders große und profilierte Fachbereiche der Hochschule. Beide Bereiche sind stark nachgefragt und haben in den vergangenen Jahren zum Ausbau von Studienplätzen und neuen Studiengängen beigetragen. Zugleich spielt der Campus eine wichtige Rolle für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Entwicklungspotenzial sieht die Hochschule vor allem im Bereich Digitalisierung, etwa mit dem Institut für Digitalisierung und dem Institut für Mobile Autonome Systeme und Kognitive Robotik. Dort wird unter anderem zu autonomem Fahren und zu Virtual Reality in Wissenschaft und Industrie geforscht.
Rektor Thomas Ritz bezeichnete die Förderung als ein gutes Signal an die Gesellschaft. Wenn heute Geld aufgenommen werde, solle es in die Zukunft kommender Generationen investiert werden. Am Campus Eupener Straße wolle die FH Aachen einen Ort schaffen, an dem Transformation und neue Formen der Zusammenarbeit konkret umgesetzt werden.
Kanzler Volker Stempel erklärte, dass der Standort künftig vor allem zu einem Campus für Digitalisierung, Unternehmertum, Transfer und Gründung entwickelt werden solle. Damit wolle die Hochschule zeigen, dass digitale Prozesse und Präsenz keine Gegensätze seien. Ziel sei es, am Campus Eupener Straße das Konzept einer „Präsenzhochschule 2.0“ beispielhaft umzusetzen.
Künftig sollen dort verstärkt neue, agile Formen des Studierens, Lehrens und Arbeitens entstehen. Die Hochschule will Lern- und Begegnungsflächen so attraktiv gestalten, dass Studierende ebenso wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewusst vor Ort den Austausch suchen. Solche spontanen Gespräche gelten oft als Ausgangspunkt für neue Ideen oder Forschungsprojekte. Geplant sind unter anderem offene und lichtdurchflutete Gruppenräume, einladende Sitztreppen sowie ein digitales Energiemanagement für Gebäude und Räume. Auch interaktive Forschungsräume sollen Teil des Konzepts werden. Zudem sollen das bereits etablierte Gründerzentrum und der Makerspace stärker eingebunden werden. Dort kommen Menschen zusammen, um eigene Ideen, Projekte und Erfindungen praktisch oder digital umzusetzen.
Der Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur stellt insgesamt rund 31,2 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren bereit. Ergänzend garantiert das Land den Kommunen die Höhe der Investitionspauschalen im Gemeindefinanzierungsgesetz und stellt dafür weitere 27,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Zusätzlich beteiligt sich das Land an der Übernahme kommunaler Altschulden.
Von dem Gesamtvolumen entfallen rund 21,3 Milliarden Euro auf Kommunen, knapp 10 Milliarden Euro fließen in die Infrastruktur des Landes. Neben Schulen, Kitas und Verkehrsinfrastruktur gehören auch Gesundheitsversorgung, energetische Sanierung, Klimaschutz, Digitalisierung sowie Forschung und Wissenschaft zu den Schwerpunkten. Ziel ist es, Investitionsrückstände abzubauen, Infrastruktur zu modernisieren und neue Projekte schneller umzusetzen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/Veröffentlicht am 15.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.


