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NRW Startup Reports 2025: Starkes Wachstum und internationale Wahrnehmung

Start up Konzept
©peshkova/stock.adobe.com

Im Jahr 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen 674 neue Startups gegründet – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg das Investitionsvolumen in junge Unternehmen um 58 Prozent. Gründerinnen und Gründer sehen vor allem den Abbau von Bürokratie und den besseren Zugang zu Kapital als zentrale Aufgaben. Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Reports liegt auf dem Thema „Migrant Founders“.

Nach Aussage von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur bestätigen die Ergebnisse die führende Rolle Nordrhein-Westfalens innerhalb der deutschen Startup-Szene. Das Land biete ausgezeichnete Bedingungen für innovative Geschäftsmodelle und wachstumsstarke Unternehmen. Die vielfältige Gründungslandschaft werde zunehmend auch international wahrgenommen. Ziel sei es, diese Dynamik weiter zu fördern, Talente zu unterstützen, Kapital zu mobilisieren und die Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern.

Die NRW Startup Reports 2025 beruhen auf zwei Studien: Zum einen wurde im März 2025 eine Befragung durchgeführt, um die Stimmung in der Szene sowie die Bedürfnisse der Gründerinnen und Gründer zu erfassen. Zum anderen analysierten die Studien über 16.000 Unternehmensregisterdaten sowie internationale Vergleichsstatistiken. Daraus ergeben sich belastbare Kennzahlen zu Gründungen, Finanzierungen, Exits, Bewertungen, Beschäftigung und globaler Vernetzung.

Zentrale Ergebnisse im Überblick

  • 674 Neugründungen 2024: ein Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

  • Ökosystemwert: Während global ein Rückgang von 24 Prozent zu beobachten war, legte NRW um 9 Prozent auf 12,6 Mrd. US-Dollar zu. Besonders Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn prägen das Ökosystem und vereinen mehr als 75 Prozent des Wertes auf sich.

  • Risikokapital: Die Investitionen in NRW-Startups erhöhten sich um 58 Prozent. Künstliche Intelligenz wurde zum kapitalintensivsten Sektor mit einem Finanzierungsplus von 99 Prozent.

  • Investorensitz: 30 Prozent aller Finanzierungsrunden erfolgten mit Beteiligung von Investorinnen und Investoren aus NRW. Ihr Kapitalanteil blieb jedoch bei nur 10 Prozent. Internationale Geldgeber außerhalb Europas stellten 11 Prozent der Deals, aber 35 Prozent des Volumens.

  • Scaleups: Neun Startups überschritten 2024 die Grenze von 100 Mio. US-Dollar Bewertung – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Vier von ihnen waren Teil des Programms Scale-up.NRW. Programmteilnehmende erreichten den Scaleup-Status im Schnitt 55 Prozent schneller.

  • Migrant Founders: Rund 33 Prozent der befragten Gründerinnen und Gründer haben eine Einwanderungsgeschichte – ein Anteil, der der Bevölkerung in NRW entspricht. Unterschiede in den Herausforderungen zu Nicht-Migrant Founders zeigen sich kaum, beide Gruppen sehen die Kapitalbeschaffung als größte Hürde.

  • Ökosystembewertung: 66 Prozent der Startups beurteilen die Rahmenbedingungen als „gut“ oder „sehr gut“ und loben insbesondere Netzwerke und Fördermöglichkeiten.

  • Unterstützungsangebote: Die Programme des Landes sind gefragt, dennoch bleibt die Reduzierung bürokratischer Hürden ein zentrales Anliegen, um Verwaltungsaufwand zu verringern und den Zugang zu Fördermitteln zu erleichtern.

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Hintergrund

Die NRW Startup Reports erscheinen seit 2023 jährlich. Initiiert vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW, werden sie von der KPMG AG und Startup Genome LLC erstellt. Sie liefern eine umfassende Bestandsaufnahme zur Entwicklung des Startup-Ökosystems im Land.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/ Veröffentlicht am 11.09.2025

Written by Nima

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